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Tag der Ausgießung des Heiligen Geistes

(Heiliges Pfingstfest)

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4. Juni 2017

Liturgische Farbe:    rot  

Bild: Glasfenster von Johannes Bürgener
Bild: Johannes Bürgener

Der erste Eingangspsalm und der erste Halleluja-Vers reden von den Gaben des aufgefahrenen Herrn in dem zweifachen Bild vom Regen, der das dürre Land erquickt, und von dem lebendigen Odem, der alles erschafft und erneut. Der zweite Psalm nimmt noch einmal den Freudenklang des 118. Psalms auf, diesmal vor allem um des herkömmlich mit Pfingsten verbundenen 27. Verses willen. Die erste Kollekte und der zweite Halleluja-Vers erflehen die Gaben des Heiligen Geistes für die Herzen der Gläubigen, die zweite Kollekte erbittet besonders den Frieden als die Frucht des Glaubens. Die eigentliche Festgeschichte enthält die Epistel, während das Evangelium den Heiligen Geist als die innewohnende Kraft der Erkenntnis und des Friedens verheißt. Luthers großes Pfingstlied umfaßt alles, was in die Bitte um den Heiligen Geist eingeschlossen ist, bis hin zum endgültigen Sieg des Lebens über den Tod.

Agende für evangelisch-lutherische Gemeinden, Erster Band, 1962 Lutherisches Verlagshaus Berlin

siehe auch: Pfingsten

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preisen.
Introitus
Antiphon I:
[Halleluja.] Der Geist des Herrn erfüllet den Erdkreis. Halleluja. Und der das All umfaßt, kennt jede Sprache.
Halleluja, Halleluja.
Antiphon II:
[Halleluja.] Ich will Wasser gießen auf das Durstige und Ströme auf das Dürre. Halleluja. Ich will meinen Geist ausgießen auf deine Nachkommen. Halleluja, Halleluja.
Psalm I:
[Es stehe Gott auf, daß seine Feinde zerstreuet werden
und die ihn hassen, vor ihm fliehen.
Die Gerechten aber müssen sich freuen
und fröhlich sein vor Gott.]
Du gibst, Gott, einen gnädigen Regen,
  und dein Erbe, das dürre ist, erquickest du,
daß deine Herde drinnen wohnen könne.
Gott, du labest die Elenden mit deinen Gütern.
[Du bist in die Höhe gefahren und hast das Gefängnis gefangen,
du hast Gaben empfangen unter den Menschen.
Gott ist wundersam in seinem Heiligtum.
Er wird seinem Volke Macht und Kraft geben.]
Ehre sei dem Vater und dem Sohne
und dem Heiligen Geiste,
wie es war im Anfang, jetzt und immerdar
  und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
 
Psalm II:
Dies ist der Tag, den der Herr macht:
lasset uns freuen und fröhlich darinnen sein.
O Herr hilf,
o Herr, laß wohlgelingen!
Gelobet sei, der da kommt im Namen des Herren!
  Wir segnen euch, die ihr vom Hause des Herren seid.
Der Herr ist Gott, der uns erleuchtet.
Schmücket das Fest mit Maien bis an die Hörner des Altars!
[Du bist mein Gott und ich danke dir;
Danket dem Herrn, denn er ist freundlich,
und seine Güte währet ewiglich.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne
und dem Heiligen Geiste,
wie es war im Anfang, jetzt und immerdar
und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

B wie oben Antiphon II und Psalm II

Kollekte
Herr Gott, lieber Vater, der du an diesem Tage deiner Gläubigen Herzen durch den Heiligen Geist erleuchtet und gelehret hast: gib uns, daß wir durch seine Weisheit verstehen, was recht ist, und seines Trostes und seiner Kraft uns zu aller Zeit uns freuen.
Durch unsern Herrn Jesum Christum, Deinen Sohn / der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit.

oder:

Herr Gott, der du deinen Apostel den Heiligen Geist gegeben hast: erhöre das Flehen deines Volkes und erfülle alle Herzen, denen du den Glauben geschenkt hast, mit deinem Frieden.
Durch unsern Herrn Jesum Christum, Deinen Sohn / der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Epistel
Apg 2,1-18
Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle an einem Ort beieinander.
Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.
Und es erschienen ihnen Zungen zerteilt, wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen,
und sie wurden alle erfüllt von dem heiligen Geist und fingen an, zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.
Es wohnten aber in Jerusalem Juden, die waren gottesfürchtige Männer aus allen Völkern unter dem Himmel.
Als nun dieses Brausen geschah, kam die Menge zusammen und wurde bestürzt; denn ein jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden.
Sie entsetzten sich aber, verwunderten sich und sprachen: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, aus Galiläa?
Wie hören wir denn jeder seine eigene Muttersprache?
Parther und Meder und Elamiter und die wir wohnen in Mesopotamien und Judäa, Kappadozien, Pontus und der Provinz Asien,
Phrygien und Pamphylien, Ägypten und der Gegend von Kyrene in Libyen und Einwanderer aus Rom,
Juden und Judengenossen, Kreter und Araber: wir hören sie in unsern Sprachen von den großen Taten Gottes reden.
Sie entsetzten sich aber alle und wurden ratlos und sprachen einer zu dem andern: Was will das werden?
Andere aber hatten ihren Spott und sprachen: Sie sind voll von süßem Wein.
Da trat Petrus auf mit den Elf, erhob seine Stimme und redete zu ihnen: Ihr Juden, liebe Männer, und alle, die ihr in Jerusalem wohnt, das sei euch kundgetan, und laßt meine Worte zu euren Ohren eingehen!
Denn diese sind nicht betrunken, wie ihr meint, ist es doch erst die dritte Stunde am Tage;
sondern das ist's, was durch den Propheten Joel gesagt worden ist:
"Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da will ich ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter sollen weissagen, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen, und eure Alten sollen Träume haben;
und auf meine Knechte und auf meine Mägde will ich in jenen Tagen von meinem Geist ausgießen, und sie sollen weissagen."

Halleluja
Halleluja.
Du lässest aus deinen Odem, so werden sie geschaffen,
  und verneuest die Gestalt der Erde.
Halleluja.
Komm, Heiliger Geist, erfüll die Herzen deiner Gläubigen
  und entzünd in ihnen das Feuer deiner göttlichen Liebe.
Halleluja.

Lied
Komm, Heiliger Geist, Herre Gott (EG 125)

1. Komm, Heiliger Geist, Herre Gott,
erfüll mit deiner Gnaden Gut
deiner Gläub'gen Herz, Mut und Sinn,
dein brennend Lieb entzünd in ihn'.
O Herr, durch deines Lichtes Glanz
zum Glauben du versammelt hast
das Volk aus aller Welt Zungen.
Das sei dir, Herr, zu Lob gesungen.
Halleluja, Halleluja.
 
2. Du heiliges Licht, edler Hort,
laß leuchten uns des Lebens Wort
und lehr uns Gott recht erkennen,
von Herzen Vater ihn nennen.
O Herr, behüt vor fremder Lehr,
daß wir nicht Meister suchen mehr
denn Jesus mit rechtem Glauben
und ihm aus ganzer Macht vertrauen.
Halleluja, Halleluja.
 
3. Du heilige Glut, süßer Trost,
nun hilf uns, fröhlich und getrost
in deim Dienst beständig bleiben,
die Trübsal uns nicht wegtreiben.
O Herr, durch dein Kraft uns bereit
und wehr des Fleisches Ängstlichkeit,
daß wir hier ritterlich ringen,
durch Tod und Leben zu dir dringen.
Halleluja, Halleluja.

Evangelium
Joh 14,23-31a
Jesus sprach zu einem seiner Jünger: Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen.
Wer aber mich nicht liebt, der hält meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein Wort, sondern das des Vaters, der mich gesandt hat.
Das habe ich zu euch geredet, solange ich bei euch gewesen bin.
Aber der Tröster, der heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.
Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.
Ihr habt gehört, daß ich euch gesagt habe: Ich gehe hin und komme wieder zu euch. Hättet ihr mich lieb, so würdet ihr euch freuen, daß ich zum Vater gehe; denn der Vater ist größer als ich.
Und jetzt habe ich's euch gesagt, ehe es geschieht, damit ihr glaubt, wenn es nun geschehen wird.
Ich werde nicht mehr viel mit euch reden, denn es kommt der Fürst dieser Welt. Er hat keine Macht über mich;
aber die Welt soll erkennen, daß ich den Vater liebe und tue, wie mir der Vater geboten hat.

Präfation
Wahrhaft würdig und recht, billig und heilsam ists / daß wir dir, heiliger Herr, allmächtiger Vater, ewiger Gott / allezeit und allenthalben Dank sagen / durch Christum, unsern Herren. Denn er ist aufgefahren über alle Himmel / und hat sich gesetzt zu seiner Rechten / und ausgegossen [heute] den verheißenen Geist / über die Kinder seiner Gnade. Des freut sich und frohlocket der Erdkreis / und rühmen alle Völker mit mannigfaltigen Zungen.
Darum mit allen Engeln und Erzengeln / mit den Thronen und Herrschaften / und mit dem ganzen himmlischen Heere / singen wir deiner Herrlichkeit einen Lobgesang / und bekennen ohne Ende:

Schlußkollekte
  Ich will meinen Geist ausgießen auf alles Fleisch, Halleluja,
den Geist der Gnade und des Gebets. Halleluja.
Wir danken dir, allmächtiger Herre Gott, daß du uns durch diese heilsame Gabe hast erquicket: und bitten deine Barmherzigkeit / verleihe, daß die Speise, die wir empfangen hab en, uns vereinige zu einer heiligen Gemeinde, auf daß wir durch deine Gaben für dieses irdische Leben gestärkt und zum ewigen Leben bewahret werden.
Durch unsern Herrn Jesum Christum, Deinen Sohn / der mit Dir in der Einheit des Heiligen Geistes lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit.

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