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2. Woche: Samstag

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Das heilige Heimweh

Kommet her zu Mir alle, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch erquicken.
Mt 11,28

Die Menschen wissen es nicht einmal auf dieser Welt, wie dürftig dieses Leben sei, auch bei guten, gesunden Tagen und reichlichem Vorrat. Wenn einem dabei recht wohl sein kann, so kommt es nur daher, daß noch nichts besseres weiß. Die Menschen sind des Elends gewohnt und darin geboren. Deswegen ist es ihnen  nicht nur erträglich, sondern auch angenehm. Wer in seine Seele recht wach ist, wer bedenkt, wozu der himmlische Beruf uns auffordert, wie andere, die vor weniger Zeit  noch unter uns wandelten, sich schon bei jener seligen Schar befinden, dem muß es empfindlich fallen. Es gibt eine Krankheit, die natürlichen Menschen durchaus unbekannt ist und auch bei den Frommen fast rar ist; nämlich: das heilige Heimweh.

Johann Albrecht Bengel

 

Ich lief verirrt und war verblendet,
ich suchte Dich und fand Dich nicht;
ich hatte mich von Dir gewendet
und liebte das geschaffne Licht;
nun aber ist´s durch Dich geschehn,
daß ich Dich hab ersehn.

Angelus Silesius (gest. 1677)

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Quelle:
"Gemeinschaft der Heiligen" 
Ökumenisches Brevier mit Betrachtungen geistlicher Väter und Gebeten aus der ganzen Christenheit
dargeboten von Hans Heuer
Deutsche Buchverlagsgesellschaft für Christliche Literatur GmbH. Nürnberg 1962