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Antwort auf einen "Offenen Brief"

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Vorrede:

Im Internet wird seit langem durch interessierte Kreise ein sogenannter "Offener Brief" an eine US-amerikanische Radiomoderatorin verbreitet. Gefeiert wird er als angeblich "fundierte Analyse der Bibel und ihrer Auslegung aus heutiger Sicht" und "Argumentationsbasis gegen Fanatiker". Doch ist dieser "Offene Brief" nichts weniger als das!

Eine Antwort auf diesen "Brief" ist (vermutlich zum Gaudium vieler Spötter) bisher nicht bekannt geworden. (Wenn jemand eine Antwort kennt, teile man uns das bitte mit.)

Nachtrag vom 28. Oktober 2005: http://jmm.aaa.net.au/articles/926.htm. Vielen Dank für den Hinweis auf diese (englischsprachige) Antwort "aus jüdischer Sicht"!

Vielleicht ist deswegen keine Antwort bekannt, weil man ja die törichten und ungereimten Streitfragen abweisen soll, da sie Streitigkeiten erzeugen, unnütz und wertlos sind: 2 Tim 2,23; Tit 3,9. Doch heißt es auch:

Denn es gibt viele Aufsässige, hohle Schwätzer und Betrüger ... denen man den Mund stopfen muß ...
Tit 1,10f.

Eine ernsthafte Auseinandersetzung zu führen, mag indes aussichtslos sein.

Du wirst wohl nichts weiter dabei verlieren, als etwas Atem beim Disputieren, und nichts gewinnen, als Galle infolge der Blasphemien, die du zu hören bekommst.
Tertullian, Prozeßeinreden gegen die Häretiker, 17

Wer nämlich die seelischen Abwehrmechanismen kennt, weiß sehr wohl, zu welchen möglichen und "unmögliche" Mitteln und Methoden Menschen greifen, um ihr eigenes Selbst- und Weltverständnis abzusichern und zu festigen. Es bringt daher vermutlich nicht viel, wirklich ernsthaft über die christliche Auslegung der Heiligen Schriften des Alten Bundes zu reden.
Das ist allerdings im vorliegenden Falle auch nicht notwendig. Um die Intention des Verfassers und der höhnenden Verbreiter dieses Briefes zu widerlegen, genügt es schon, auf die argumentative Ebene dieses Briefes quasi "hinabzusteigen".

Unser Gebet und unsere Hoffnung ist, daß ihnen Gott Buße gebe, die Wahrheit zu erkennen und wieder nüchtern zu werden aus der Verstrickung des Teufels, von dem sie gefangen sind, zu tun seinen Willen.

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Der Brief:

Dr. Laura Schlessinger ist eine US-Radio-Moderatorin, die Leuten, die in ihrer Show anrufen, Ratschlage erteilt. Kürzlich sagte sie, als achtsame Christin, dass Homosexualität unter keinen Umstanden  befürwortet werden kann, da diese nach Leviticus 18:22 ein Greuel wäre.
Der folgende Text ist ein offener Brief eines US-Bürgers an Dr. Laura, der im Internet verbreitet wurde.

Liebe Dr. Laura
Vielen Dank, dass Sie sich so aufopfernd bemühen, den Menschen die Gesetze Gottes näher zu bringen. Ich habe einiges durch Ihre Sendung gelernt und versuche das Wissen mit so vielen anderen wie nur möglich zu teilen. Wenn etwa jemand versucht seinen homosexuellen Lebenswandel zu verteidigen, erinnere ich ihn einfach an das Buch Moses 3 (Leviticus)  18:22, wo klargestellt wird, dass es sich dabei um ein Greuel handelt. Ende der Debatte. Ich benötige allerdings ein paar Ratschlage von Ihnen im Hinblick auf einige der speziellen Gesetze und wie sie zu befolgen sind.

a) Wenn ich am Altar einen Stier als Brandopfer darbiete, weiß ich, dass dies für den Herrn einen lieblichen Geruch erzeugt (Lev. 1:9). Das Problem sind meine Nachbarn. Sie behaupten, der Geruch sei nicht lieblich für sie. Soll ich sie niederstrecken?

b) Ich würde gerne meine Tochter in die Sklaverei verkaufen, wie es in Exodus 21:7 erlaubt wird. Was wäre Ihrer Meinung nach heutzutage ein angemessener Preis für sie?

c) Ich weiß, dass ich mit keiner Frau in Kontakt treten darf, wenn sie sich im Zustand ihrer menstrualen Unreinheit befindet (Lev. 15:19-24). Das Problem ist, wie kann ich das wissen? Ich hab versucht zu fragen, aber die meisten Frauen reagieren darauf pikiert.

d) Lev. 25:44 stellt fest, dass ich Sklaven besitzen darf, sowohl  männliche als auch weibliche, wenn ich sie von benachbarten Nationen erwerbe. Einer meiner Freunde meint, dass würde auf Mexikaner zutreffen, aber nicht auf Kanadier. Können Sie das klären? Warum darf ich keine Kanadier besitzen?

e) Ich habe einen Nachbarn, der stets am Samstag arbeitet. Exodus 35:2 stellt deutlich fest, dass er getötet werden muss. Allerdings: bin ich moralisch verpflichtet, ihn eigenhändig zu töten?

f) Ein Freund von mir meint, obwohl das Essen von Schalentieren, wie Muscheln oder Hummer, ein Greuel darstellt (Lev. 11:10), sei es ein geringeres Greuel als Homosexualität. Ich stimme dem nicht zu. Könnten Sie das klarstellen?

g) In Lev. 21:20 wird dargelegt, dass ich mich dem Altar Gottes nicht nähern darf, wenn meine Augen von einer Krankheit befallen sind. Ich  muss zugeben, dass ich Lesebrillen trage. Muss meine Sehkraft perfekt sein oder gibt es hier ein wenig Spielraum?

h) Die meisten meiner männlichen Freunde lassen sich ihre Haupt- und Barthaare schneiden, inklusive der Haare ihrer Schläfen, obwohl das eindeutig durch Lev. 19:27 verboten wird. Wie sollen sie sterben?

i) Ich weiß aus Lev. 11:16-8, dass das Berühren der Haut eines toten Schweins mich unrein macht. Darf ich aber dennoch Fußball spielen, wenn ich dabei Handschuhe anziehe?

j) Mein Onkel hat einen Bauernhof. Er verstößt gegen Lev. 19:19 weil er zwei verschiedene Saaten auf ein und demselben Feld anpflanzt. Darüber hinaus trägt seine Frau Kleider, die aus zwei verschiedenen Stoffen gemacht sind (Baumwolle/Polyester). Er flucht und lästert außerdem recht oft. Ist es wirklich notwendig, dass wir den ganzen Aufwand betreiben, das komplette Dorf zusammenzuholen, um sie zu steinigen (Lev. 24:10-16)? Genügt es nicht, wenn wir sie in einer kleinen, familiären Zeremonie verbrennen, wie man es ja auch mit Leuten macht, die mit ihren Schwiegermüttern schlafen? (Lev. 20:14)

Ich weiß, dass Sie sich mit diesen Dingen ausführlich beschäftigt haben, daher bin ich auch zuversichtlich, dass Sie uns behilflich sein können. Und vielen Dank nochmals dafür, dass Sie uns daran erinnern, dass Gottes Wort ewig und unabänderlich ist.

Ihr ergebener Jünger und bewundernder Fan Jake
 

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Eine mögliche Antwort:

Lieber Jake,

Ihre Bemühen in allen Ehren! Sie sind anscheinend ein Mensch, der das Gesetz Gottes liebt. Ein solcher hat nach Ps 119,165 "großen Frieden". Nun fragen Sie sich vielleicht: Wie kommt es, daß ich keinen Frieden habe, sondern viele Fragen und Unruhe?

Vielleicht kommt es einfach daher, daß Sie die ganze Bibel nicht gründlich genug gelesen haben?
Hätten Sie es nämlich getan, hätten Sie auf Ihre Fragen selbst die Antworten finden können.

* * *

a) Wenn ich am Altar einen Stier als Brandopfer darbiete, weiß ich, dass dies für den Herrn einen lieblichen Geruch erzeugt (Lev. 1:9). Das Problem sind meine Nachbarn. Sie behaupten, der Geruch sei nicht lieblich für sie. Soll ich sie niederstrecken?
Nein, sollen Sie nicht! Brandopfer dürfen nur im Tempel von Jerusalem geopfert werden: "Hüte dich, daß du deine Brandopfer nicht an jeder Stätte opferst, die du siehst; sondern an der Stätte, die der HERR erwählt in einem deiner Stämme, da sollst du dein Brandopfer opfern und alles tun, was ich dir gebiete." (5 Mose 13-14)
Warten Sie also mit ihrem Brandopfer bitte zum Wiederaufbau des Jerusalemer Tempels. Probleme mit Nachbarn gibt es dort sicher nicht.

* * *

b ) Ich würde gerne meine Tochter in die Sklaverei verkaufen, wie es in Exodus 21:7 erlaubt wird. Was wäre Ihrer Meinung nach heutzutage ein angemessener Preis für sie?
Früher nannte man diejenigen, welche die Arbeit der Arbeitgeber ausführten, Sklaven. Heute nennt man sie - je nach Tätigkeit - Arbeiter, Angestellte oder Manager.
Es ist bedauerlich, daß sie in solch finanziellen Schwierigkeiten sind, daß sie einen „Verkauf“ ihrer Tochter erwägen müssen. Vermutlich werden Sie für Ihre Tochter keinen so hohen Preis erzielen, wie er heutzutage etwa beim Handel mit Profi-Sportlern erzielt werden kann. Der Sklavenhandel mit Fußballern oder anderen Spitzensportlern ist gegenwärtig nicht so anrüchig, dafür aber sehr viel profitabler als der mit "normalen" Angestellten.

Wenn Sie ihre Tochter „verkaufen“, vergewissern sie sich bitte unbedingt vorher, daß der „Käufer“ sich an das Gesetz Gottes hält und somit weiß, daß "Sklaverei" im AT etwas anderes ist als die eines antiken römischen Großgrundbesitzers oder eines amerikanischen Südstaatlers. Es handelt sich im Alten Testament vielmehr um einen befristeten Arbeitsvertrag, der freilich auf Wunsch des Arbeitnehmers unbefristet verlängert werden kann. Ihre Tochter wird jedenfalls nicht „Leibeigene“ und "Eigentum" des „Käufers“, sondern sozusagen seine „Angestellte“. Darum ist sie nach sieben Jahren Dienstzeit gemäß dem Gesetz (Ex 22,2) ohne weitere Umstände wieder freizugeben, wenn sie frei werden möchte.

* * *

c) Ich weiß, daß ich mit keiner Frau in Kontakt treten darf, wenn sie sich im Zustand ihrer menstrualen Unreinheit befindet (Lev. 15:19-24). Das Problem ist, wie kann ich das wissen? Ich hab versucht zu fragen, aber die meisten Frauen reagieren darauf pikiert.
Da haben Sie twas völlig mißverstanden.
Es geht in Lev 15 gar nicht um den Kontakt mit Frauen, sondern ausdrücklich um das Berühren von Frauen:

Und jeder, der sie anrührt, wird bis zum Abend unrein sein.

Ich frage Sie, lieber Jake: Müssen sie wirklich alle Frauen anfassen, die Ihnen über den Weg laufen?
Jede
Frau, die etwas auf sich hält, wird daraufhin pikiert reagieren, unabhängig davon, ob sie sich im Zustand ihrer "menstrualen Unreinheit" befindet oder nicht.

* * *

d) Lev. 25:44 stellt fest, daß ich Sklaven besitzen darf, sowohl männliche als auch weibliche, wenn ich sie von benachbarten Nationen erwerbe. Einer meiner Freunde meint, daß würde auf Mexikaner zutreffen, aber nicht auf Kanadier. Können Sie das klären? Warum darf ich keine Kanadier besitzen?
Glauben Sie nicht alles, was Ihr Freund Ihnen erzählt. Es gibt viele Kanadier, die sich und ihre Arbeitskraft in den USA zu Markte tragen und verkaufen.

* * *

e) Ich habe einen Nachbarn, der stets am Samstag arbeitet. Exodus 35:2 stellt deutlich fest, daß er getötet werden muß. Allerdings: bin ich moralisch verpflichtet ihn eigenhändig zu töten?
Sind Sie nicht! Da könnte jeder kommen, seinen unliebsamen Mitmenschen erschlagen und dann behaupten, er hätte dies oder jenes Gebot übertreten. Diese Sache gehört also vor die dafür zuständigen Stellen. Wenn Sie also die Gesetzesübertretung bei den zuständigen staatlichen Stellen angezeigt haben, ist die Sache im Grunde für Sie erledigt. Das Urteil haben nicht Sie zu sprechen. Sie haben sich nur bereitzuhalten, gegebenenfalls als Zeuge auszusagen. Wenn die staatlichen Stellen sie auffordern, an der Hinrichtung mitzuwirken, werden Sie sich allerdings kaum dieser Auforderung entziehen können, denn

die Hand der Zeugen soll zuerst gegen ihn sein, ihn zu töten, und danach die Hand des ganzen Volkes. Und du sollst das Böse aus deiner Mitte wegschaffen.
Dtn 17,7

Wenn Sie allerdings der einzige Zeuge sind, wird dem Betreffenden jedoch nichts passieren:

Auf die Aussage zweier Zeugen oder dreier Zeugen hin soll getötet werden, wer sterben soll. Er darf nicht auf die Aussage eines einzelnen Zeugen hin getötet werden.
Dtn 17,6

Seien Sie jedoch vorsichtig! So eine Anklage kann auch „nach hinten losgehen“:

Wenn ein falscher Zeuge gegen jemanden auftritt, um ihn des Ungehorsams zu beschuldigen, dann sollen die beiden Männer, die den Rechtsstreit führen, vor den HERRN treten, vor die Priester und die Richter, die in jenen Tagen dasein werden. Und die Richter sollen die Sache genau untersuchen. Und siehe, ist der Zeuge ein Lügenzeuge, hat er gegen seinen Bruder Lüge bezeugt, dann sollt ihr ihm tun, wie er seinem Bruder zu tun gedachte. Und du sollst das Böse aus deiner Mitte wegschaffen.
Dtn 19,16-21

Seien Sie also vorsichtig und überlegen Sie genau, was Sie tun.

Laufe nicht zu schnell vor Gericht; denn was willst du zuletzt machen, wenn dich dein Nächster beschämt?
Spr 25,8

* * *

f) Ein Freund von mir meint, obwohl das Essen von Schalentieren, wie Muscheln oder Hummer, ein Greuel darstellt (Lev. 11:10), sei es ein geringeres Greuel als Homosexualität. Ich stimme dem nicht zu. Könnten Sie das klarstellen?
Hier ist zu unterscheiden, wem dies oder jenes ein Greuel ist oder sein soll.
Gott gebietet in Lev 11,10, daß manche verschiedenen Speisen uns ein Greuel sein sollen.
Im Gegensatz zur praktizierten Homosexualität, die auf jeden Fall Gott (!) ein Greuel ist (aber nicht allen Menschen!) sind bei den Speisegeboten auch keine Strafbestimmungen beigefügt. Insofern könnte man Ihrem Freunde zustimmen.

Wenn Sie also partout einen Maulwurf braten wollen oder ganz und gar nicht von geschmortem Wiedehopf oder gekochten Molchen lassen können ... wenn Sie sich also vor gar nichts ekeln, kann ich Ihnen auch nicht raten.
Nur achten Sie bitte darauf, daß sie nicht unter Naturschutz stehende Tiere jagen und verzehren. Unsere Naturschutzbehörden und Umweltschützer sind ganz und gar unbarmherzig – im Gegensatz zu Gott!

* * *

g) In Lev. 21:20 wird dargelegt, daß ich mich dem Altar Gottes nicht nähern darf, wenn meine Augen von einer Krankheit befallen sind. Ich muß zugeben, daß ich Lesebrillen trage. Muß meine Sehkraft perfekt sein oder gibt's hier ein wenig Spielraum?
Ich gehe davon aus, daß Sie dem Stamme Levi zugehörig sind, denn sonst haben sie sich dem Altar überhaupt nicht zu nahen. Legen Sie Ihren Fall dem zur Zeit amtierenden Hohen Priester vor. Da Lesebrillen allerdings nicht im Gesetz verboten sind, denke ich, daß sie gute Chancen haben.

Im übrigen ist hier wörtlich von weißen Flecken in den Augen die Reden und gar nicht von verminderter Sehkraft. Sollte dieser konkrete Fall bei Ihnen zutreffen, sehe ich allerdings schwarz für Ihre Priesterkarriere. Das gilt übrigens auch für den Fall, daß Sie ein „Buckliger oder ein Zwerg sind oder die Krätze oder Flechte oder zerdrückte Hoden“ haben.
Da sind Sie mit Ihrer Lesebrille eigentlich noch gut bedient. Finden Sie nicht auch?

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h) Die meisten meiner männlichen Freunde lassen sich ihre Haupt- und Barthaare schneiden, inklusive der Haare ihrer Schläfen, obwohl das eindeutig durch Lev. 19:27 verboten wird. Wie sollen sie sterben?
Gar nicht, denn in Lev 19,27 wird das Schneiden der Haare nicht mit dem Tode bedroht.

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i) Ich weiß aus Lev. 11:16-8, daß das Berühren der Haut eines toten Schweines mich unrein macht. Darf ich aber dennoch Fußball spielen, wenn ich dabei Handschuhe anziehe?
Spielen sie Fußball (Soccer) mit den Händen? Falls sie Angst davor haben, einen Ball aus Schweinsleder zu berühren, ziehen sie getrost Handschuhe an. Man sieht das bei den Torhütern ja öfter. Aber nur, wenn diese Handschuhe nicht aus Schweinsleder sind!
Falls Sie jedoch Amarican Football meinen, eine Sportart, bei der der Ball mit Händen und mit Füßen berührt wird:
Meines Wissens nach sind die dafür verwendeten Bälle aus Rinderleder gefertigt oder man benutzt einen günstigeren Kunststoffball. Benutzen Sie Bälle aus diesen Materialien bzw. drängen darauf, daß man sie verwendet.
Oder Sie spielen einfach Schach oder gehen Joggen.

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j) Mein Onkel hat einen Bauernhof. Er verstößt gegen Lev. 19:19 weil er zwei verschiedene Saaten auf ein und demselben Feld anpflanzt. Darüber hinaus trägt seine Frau Kleider, die aus zwei verschiedenen Stoffen gemacht sind (Baumwolle/Polyester). Er flucht und lästert außerdem recht oft. Ist es wirklich notwendig, daß wir den ganzen Aufwand betreiben, das komplette Dorf zusammenzuholen, um sie zu steinigen (Lev. 24:10-16)? Genügt es nicht, wenn wir sie in einer kleinen, familiären Zeremonie verbrennen, wie man es ja auch mit Leuten macht, die mit ihren Schwiegermüttern schlafen? (Lev. 20:14)
Hier gilt das unter Punkt e) Gesagte sinngemäß. Von einer Hinrichtung im Rahmen einer kleinen, familiären Zeremonie steht übrigens in Lev 20:14 nichts. Da haben sie vielleicht nicht richtig aufgepaßt beim Lesen.

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So weit zu Ihren Fragen.
Ich hoffe, lieber Jake, Ihnen geholfen und die guten Gebote Gesetze Gottes noch lieber gemacht zu haben.
Denn "das Zeugnis des HERRN ist zuverlässig und macht den Einfältigen weise". (Ps 19,8)

Ihre Laura

Matthias Niche

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