Startseite
Liturgischer Kalender
Unsere Gottesdienste
Unsere Gemeinschaft
Unser Glaube
Kirchliche Erneuerung
Zum Nach-Denken
Theologische Beiträge
Auf-Gelesenes
Un-Zeitgemäßes
Buchempfehlungen
Links
Suche
Impressum
Haftungsausschluß

Der Vorletzte Sonntag des Kirchenjahres

Zurück Übergeordnete Seite Weiter

horizontal rule

13. November 2016

Liturgische Farbe:    grün  

Christus der Herr und Weltenrichter: Trierer Evangeliar, 10. Jh
Christus der Herr und Weltenrichter:
Trierer Evangeliar, 10. Jh.

Das Evangelium des "Gerichtssonntages" stellt uns das große Bild vom Weltgericht vor Augen, in dem sich unser Schicksal daran entscheiden, was wir unseren geringsten Brüdern getan oder nicht getan haben "als dem Herrn". Auch die Epistel redet, freilich in einer ganz anderen Sprache, von der großen Scheidung am Ende, wo das gleiche "Angesicht des Herrn" für einen das ewige Verderben, für die anderen die herrliche Erscheinung des Herrn bei seinen Heiligen bedeuten wird. Auch das Lied spricht in dem aus den Heiligen Schrift vertrauten Bildern von diesem Tag des Gerichts. Im Introitus beten wir den letzen der 7 Bußpsalmen, der hier durch seine Antiphon besonders auf den zum Gericht kommenden Herrn bezogen ist, auch der Halleluja-Vers wiederholt: "Gott ist Richter."

Agende für evangelisch-lutherische Gemeinden, Erster Band, 1962 Lutherisches Verlagshaus Berlin

Die Sequenz "Diës iræ"

horizontal rule

Introitus
Antiphon:
Siehe, der Herr wird kommen mit Feuer und seine Wagen wie ein Wetter, daß er vergelte im Grimm seines Zorns. [Denn der Herr wird durchs Feuer richten und durch sein Schwert.]
Psalm:
Herr, höre mein Gebet, vernimm mein Flehen um deiner Wahrheit willen,
erhöre mich um deiner Gerechtigkeit willen
und gehe nicht ins Gericht mit deinem Knechte,
denn vor dir ist kein Lebendiger Gerecht.
Ich breite meine Hände aus zu dir;
  meine Seele dürstet nach dir wie ein dürres Land.
Laß mich frühe hören deine Gnade,
denn ich hoffe auf dich.
[Tu mir kund den Weg, darauf ich gehen soll,
  denn mich verlangt nach dir.
Lehre mich tun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist mein Gott;
  dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn.]
Ehre sei dem Vater und dem Sohne
und dem Heiligen Geiste,
wie es war im Anfang, jetzt und immerdar
  und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

B wie am 24. Sonntag nach Trinitatis

Kollekte
O Herr, himmlischer Vater: erwecke durch deinen Geist unsre Herzen und Gedanken, daß wir allezeit bedenken das Ende und dein gerechtes Gericht / damit wir in dieser Zeit unser Leben führen mit Wachen und Beten und dort ewig bei dir bleiben mögen.
Durch unsern Herrn Jesum Christum, Deinen Sohn / der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Epistel
2 Thess 1,3-10a
Wir müssen Gott allezeit für euch danken, liebe Brüder, wie sich's gebührt. Denn euer Glaube wächst sehr, und eure gegenseitige Liebe nimmt zu bei euch allen.
Darum rühmen wir uns euer unter den Gemeinden Gottes wegen eurer Geduld und eures Glaubens in allen Verfolgungen und Bedrängnissen, die ihr erduldet,
ein Anzeichen dafür, daß Gott recht richten wird und ihr gewürdigt werdet des Reiches Gottes, für das ihr auch leidet.
Denn es ist gerecht bei Gott, mit Bedrängnis zu vergelten denen, die euch bedrängen,
euch aber, die ihr Bedrängnis leidet, Ruhe zu geben mit uns, wenn der Herr Jesus sich offenbaren wird vom Himmel her mit den Engeln seiner Macht
in Feuerflammen, Vergeltung zu üben an denen, die Gott nicht kennen und die nicht gehorsam sind dem Evangelium unseres Herrn Jesus.
Die werden Strafe erleiden, das ewige Verderben, vom Angesicht des Herrn her und von seiner herrlichen Macht,
wenn er kommen wird, daß er verherrlicht werde bei seinen Heiligen und wunderbar erscheine bei allen Gläubigen, an jenem Tage; denn was wir euch bezeugt haben, das habt ihr geglaubt.

Halleluja
Halleluja.
Die Himmel werden seine Gerechtigkeit verkündigen;
  denn Gott ist Richter.
Halleluja.

Lied
Es ist gewißlich an der Zeit (EG 149)

1. Es ist gewißlich an der Zeit,
daß Gottes Sohn wird kommen
in seiner großen Herrlichkeit,
zu richten Bös und Fromme.
Da wird das Lachen werden teu'r,
wenn alles wird vergehn im Feu'r,
wie Petrus davon schreibet.
 
5. O Jesu, hilf zur selben Zeit
von wegen deiner Wunden,
daß ich im Buch der Seligkeit
werd angezeichnet funden.
Daran ich denn auch zweifle nicht,
denn du hast ja den Feind gericht'
und meine Schuld bezahlet.
 
2. Posaunen wird man hören gehn
an aller Welten Ende,
darauf bald werden auferstehn
die Toten all behende;
die aber noch das Leben han,
die wird der Herr von Stunde an
verwandeln und erneuen.
 
6. Derhalben mein Fürsprecher sei,
wenn du nun wirst erscheinen,
und lies mich aus dem Buche frei,
darinnen stehn die Deinen,
auf daß ich samt den Brüdern mein
mit dir geh in den Himmel ein,
den du uns hast erworben.
 
3. Danach wird man ablesen bald
ein Buch, darin geschrieben,
was alle Menschen, jung und alt,
auf Erden je getrieben;
da denn gewiß ein jedermann
wird hören, was er hat getan
in seinem ganzen Leben.
 
7. O Jesu Christ, du machst es lang
mit deinem Jüngsten Tage;
den Menschen wird auf Erden bang
von wegen vieler Plage.
Komm doch, komm doch, du Richter groß,
und mach uns bald in Gnaden los
von allem Übel. Amen.
 
4. O weh dem Menschen, welcher hat
des Herren Wort verachtet
und nur auf Erden früh und spat
nach großem Gut getrachtet!
Er wird fürwahr gar schlecht bestehn
und mit dem Satan müssen gehn
von Christus in die Hölle.
 

Evangelium
Mt 25,31-46
Jesus sprach zu seinen Jüngern: Wenn aber der Menschensohn kommen wird in seiner Herrlichkeit, und alle Engel mit ihm, dann wird er sitzen auf dem Thron seiner Herrlichkeit,
und alle Völker werden vor ihm versammelt werden. Und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirt die Schafe von den Böcken scheidet,
und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen und die Böcke zur Linken.
Da wird dann der König sagen zu denen zu seiner Rechten: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbt das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt!
Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen, und ihr habt mich aufgenommen.
Ich bin nackt gewesen, und ihr habt mich gekleidet. Ich bin krank gewesen, und ihr habt mich besucht. Ich bin im Gefängnis gewesen, und ihr seid zu mir gekommen.
Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dir zu essen gegeben, oder durstig und haben dir zu trinken gegeben?
Wann haben wir dich als Fremden gesehen und haben dich aufgenommen, oder nackt und haben dich gekleidet?
Wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen?
Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.
Dann wird er auch sagen zu denen zur Linken: Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln!
Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mir nicht zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mir nicht zu trinken gegeben.
Ich bin ein Fremder gewesen, und ihr habt mich nicht aufgenommen. Ich bin nackt gewesen, und ihr habt mich nicht gekleidet. Ich bin krank und im Gefängnis gewesen, und ihr habt mich nicht besucht.
Dann werden sie ihm auch antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig gesehen oder als Fremden oder nackt oder krank oder im Gefängnis und haben dir nicht gedient?
Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr nicht getan habt einem von diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan.
Und sie werden hingehen: diese zur ewigen Strafe, aber die Gerechten in das ewige Leben.

Präfation und Schlußkollekte
wie am Drittletzten Sonntag des Kirchenjahres

horizontal rule

nach oben