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1. Sonntag nach Trinitatis

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18. Juni 2017

Liturgische Farbe:    grün  

Fußwaschung
Bild: Gregorio Dominguez

Die Introiten des 1.-18. Sonntags nach Trinitatis bringen (in fortlaufender Reihfolge) eine Auswahl aus den Psalmen 13-143. Sie stehen daher in keiner besonderen Beziehung zum Evangelium des jeweiligen Sonntages, sondern geben allgemeinen Gedanken Ausdruck. Der heutige Psalm ist ein Bittruf aus schwerer Bedrängnis. Die Antiphon hebt den Schlußvers hervor: Über die Angst siegt die Freude, daß Gott "so gerne hilft" (Antiphon). Auch die Kollekte enthält eine allgemeine Bitte darum, daß wir Gott wohlgefallen mögen. Die Epistel ist eine der beiden Lesungen aus dem erste Johannesbrief (die zweite findet sich am nächsten Sonntag), beide von der Liebe handelnd, und zwar an diesem Sonntag von der Bruderliebe als dem Widerschein, in der Gottes eigenes Wesen erscheint. Das Evangelium, die Geschichte vom reichen Mann und dem armen Lazarus, zielt auf die Verantwortung, "Mose und die Propheten", d.h. das Wort Gottes zu hören, solange uns die Frist dazu gegeben ist. Der Halleluja-Vers spricht den Dank derer aus, die dies Wort vernehmen. Auch das Lied kann als Bitte um das rechte Hören des an uns ergehenden Wortes verstanden werden; die letzte Strophe ebenso wie die Kollekte enthalten die Bitte daß uns das Schicksal des reichen Mannes erspart bleibe.

Agende für evangelisch-lutherische Gemeinden, Erster Band, 1962 Lutherisches Verlagshaus Berlin

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Introitus
Antiphon:
Herr, ich hoffe darauf, daß du so gnädig bist. Mein Herz freuet sich, daß du so gerne hilfest. [Ich will dem Herrn singen, daß er so wohl an mit tut.]
Psalm:
Herr, wie lange willst du mein so gar vergessen?
Wie lange verbirgest du dein Antlitz vor mir.
Wie lange soll ich sorgen in meiner Seele und mich ängsten in meinem Herzen täglich?
Wie lange soll sich mein Feind über mich erheben?
Schau doch und erhöre mich, Herr, mein Gott!
  Erleuchte meine Augen, daß ich nicht im Tode entschlafe,
daß nicht mein Feind rühme, er sei mein mächtig geworden,
und meine Widersacher sich nicht freuen, daß ich niederliege.
Ich aber hoffe darauf, daß du so gnädig bist.
Mein Herz freuet sich, daß du so gerne hilfest.
Ich will dem Herrn singen,
daß er so wohl an mir tut.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne
und dem Heiligen Geiste,
wie es war im Anfang, jetzt und immerdar
  und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

B wie am 2. oder 5. Sonntag nach Trinitatis

Kollekte
Herr unser Gott, der du bist die Stärke aller, die auf dich hoffen: neige dich zu unserm Gebet, und weil wir sündigen, sterblichen Menschen ohne dich nichts vermögen, so verleihe uns deine gnädige Hilfe / daß wir deine Gebote halten und also dir wohlgefalle unser Wollen und Vollbringen.
Durch unsern Herrn Jesum Christum, Deinen Sohn / der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Epistel
1 Joh 4,16b-21
Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.
Darin ist die Liebe bei uns vollkommen, daß wir Zuversicht haben am Tag des Gerichts; denn wie er ist, so sind auch wir in dieser Welt.
Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus; denn die Furcht rechnet mit Strafe. Wer sich aber fürchtet, der ist nicht vollkommen in der Liebe.
Laßt uns lieben, denn er hat uns zuerst geliebt.
Wenn jemand spricht: Ich liebe Gott, und haßt seinen Bruder, der ist ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, wie kann er Gott lieben, den er nicht sieht?
Und dies Gebot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebt, daß der auch seinen Bruder liebe.

Halleluja
Halleluja.
Es danken dir, Herr, alle Könige auf Erden,
  daß sie hören das Wort deines Mundes.
Halleluja.

Lied
Nun bitten wir den Heiligen Geist (EG 124)

1. Nun bitten wir den Heiligen Geist
um den rechten Glauben allermeist,
daß er uns behüte an unserm Ende,
wenn wir heimfahrn aus diesem Elende.
Kyrieleis.
 
3. Du süße Lieb, schenk uns deine Gunst,
laß uns empfinden der Lieb Inbrunst,
daß wir uns von Herzen einander lieben
und im Frieden auf einem Sinn bleiben.
Kyrieleis.
 
2. Du wertes Licht, gib uns deinen Schein,
lehr uns Jesus Christ kennen allein,
daß wir an ihm bleiben, dem treuen Heiland,
der uns bracht hat zum rechten Vaterland.
Kyrieleis.
4. Du höchster Tröster in aller Not,
hilf, daß wir nicht fürchten Schand noch Tod,
daß in uns die Sinne nicht verzagen,
wenn der Feind wird das Leben verklagen.
Kyrieleis.

Evangelium
Lk 16,19-31
Es war aber ein reicher Mann, der kleidete sich in Purpur und kostbares Leinen und lebte alle Tage herrlich und in Freuden.
Es war aber ein Armer mit Namen Lazarus, der lag vor seiner Tür voll von Geschwüren
und begehrte, sich zu sättigen mit dem, was von des Reichen Tisch fiel; dazu kamen auch die Hunde und leckten seine Geschwüre.
Es begab sich aber, daß der Arme starb, und er wurde von den Engeln getragen in Abrahams Schoß. Der Reiche aber starb auch und wurde begraben.
Als er nun in der Hölle war, hob er seine Augen auf in seiner Qual und sah Abraham von ferne und Lazarus in seinem Schoß.
Und er rief: Vater Abraham, erbarme dich meiner und sende Lazarus, damit er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und mir die Zunge kühle; denn ich leide Pein in diesen Flammen.
Abraham aber sprach: Gedenke, Sohn, daß du dein Gutes empfangen hast in deinem Leben, Lazarus dagegen hat Böses empfangen; nun wird er hier getröstet, und du wirst gepeinigt.
Und überdies besteht zwischen uns und euch eine große Kluft, daß niemand, der von hier zu euch hinüber will, dorthin kommen kann und auch niemand von dort zu uns herüber.
Da sprach er: So bitte ich dich, Vater, daß du ihn sendest in meines Vaters Haus;
denn ich habe noch fünf Brüder, die soll er warnen, damit sie nicht auch kommen an diesen Ort der Qual.
Abraham sprach: Sie haben Mose und die Propheten; die sollen sie hören.
Er aber sprach: Nein, Vater Abraham, sondern wenn einer von den Toten zu ihnen ginge, so würden sie Buße tun.
Er sprach zu ihm: Hören sie Mose und die Propheten nicht, so werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn jemand von den Toten auferstünde.

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