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Unsere Gemeinschaft und die Una Sancta

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Das Gebot der Stunde ist ... die Bildung überbrückender Gruppen, die das gemeinsame Erbe in möglichst weitem Umfang erfassen, die die Wahrheitsmomente in den getrennten Überlieferungen so weit wie möglich vereinen; also z. B. die katholische Amtslehre und evangelisches Gemeindeprinzip; katholische Objektivität und reformatorischer Glaube; katholische Menschenformung und evangelische Freiheit; katholische Universalität und evangelischer Heilsglaube. Das klingt utopisch. Ist es auch. Aber in diesem Sinne ist das Utopische geradezu das Kennzeichen der Kirche: Sie hat keinen Raum und ist doch da. Sie ist wehrlos und nicht auszutilgen. Sie besteht aus Widersprüchen und ist doch große, verborgene Harmonie. Sie ist ein unverfügbares Wunder. Sie ist in jedem Augenblick und in jeder Funktion ein Werk des Heiligen Geistes. Ihr Atem ist die Anbetung. Ihre Nahrung ist das Sakrament. Darum: "Prüfet alles, und das Gute behaltet (1. Thess. 5,21).

Helmut Echternach in "Amt und Ordination" aus: Mitteilungsblatt der Ev.-Ökum. Vereinigung (Nr. 76-79) 1970/71

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Die "Kommunität St. Michael" hält sich an das Wort des Apostels Paulus, der an Timotheus schrieb:

Jage nach der Gerechtigkeit, dem Glauben, der Liebe, dem Frieden mit allen, die den Herrn anrufen aus reinem Herzen.
2 Tim 2,22

Denn auch wenn jeder Christ in seiner eigenen Gemeinde verwurzelt ist, sollte er anerkennen, daß christlicher Glauben auch in anderen Gemeinden beheimatet ist und daß Gott auch in und durch andere Gemeinden wirkt.

Viele Christen sehnen sich in unserer säkularisierten Gesellschaft nach Erfahrungen ihrer Verbundenheit im Glauben. Sie drängen auf Überwindung der trennenden Konfessionsgrenzen, ohne das eigene Erbe aufgeben zu müssen. Gemeinsam möchten sie den Weg des Glaubens gehen. Durch ehrlichen und liebevollen Austausch suchen sie den Reichtum der anderen Tradition und auch die eigenen Wurzeln besser zu verstehen.

Es gibt leider in manchen christlichen Kreisen Anzeichen für eine "Profilneurose". Diese äußert sich darin, die eigene Existenz dadurch zu rechtfertigen, daß man sich grundsätzlich gegen alle andere Christen abgrenzt und "auf alles schießt, was nicht mit im eigenen Bunker sitzt". So etwas ist der "Kommunität St. Michael" völlig fremd.

Für uns ist sind Frömmigkeitsformen, die auch in anderen Gemeinden gepflegt werden, nicht von vornherein tabu - selbst wenn sie in der Heiligen Schrift nicht ausdrücklich geboten ist. Von den Dingen, die in der Heiligen Schrift nicht ausdrücklich verboten sind und sich in der Geschichte christlicher Frömmigkeit bewährt haben, nehmen wir gern einige an. Das erlaubt uns eine große Weite in der Gestaltung des geistlichen Lebens des Einzelnen und der Gemeinschaft.
Um den Wert solcher Formen gelebten Glaubens zu erkennen, muß man sich aber vertrauensvoll auf sie einlassen. Von einer inquisitorischen Haltung getragenen Urteile von außen gehen an der Wirklichkeit vorbei und darum fehl.

Wenn also zum Beispiel bei uns in "St. Michael" Wahrheiten zur Sprache kommen, die ein evangelischer Christ für gewöhnlich nur in ihrer römisch-katholischen Verwirklichung kennt, so mag das als ein Hinweis darauf verstanden werden, wie sehr das Wort Gottes heute die getrennten Christen zueinander weist. Wir vertreten gewisse Wahrheiten gewiß nicht, weil sie "römisch", wohl aber, weil sie göttlich, weil sie apostolisch, weil sie bibelgemäß und weil sie allgemein-christlich sind.

bulletWas wahrhaft "evangelisch" (= evangeliumsgemäß) ist, das ist auch wahrhaft "katholisch" (= allgemein-christlich).
bulletWas nicht wahrhaft katholisch (= allgemein-christlich) ist, das ist auch nicht wahrhaft evangelisch (= evangeliumsgemäß).

Wir überlassen es getrost Gott, was solche biblischen und evangelischen Entdeckungen allgemein-christlicher Wahrheiten bedeuten können für die Wiedergewinnung der sichtbaren Einheit der Kirche.

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• Reformatorisches Christentum und kirchliche Einheit •
• Was ist eine "Sekte"? •
• Testen Sie Ihre Kenntnisse! •
• Katholisch? Katholisch! •

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