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Kirchliche Erneuerung: Not-Wendiges

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Frage:
Wie kann die kirchliche Not gewendet werden?

Antwort:
Als die Kirche im 2. Jh. durch den Irrlehren von innen und Verfolgung von außen tödlich bedroht war, konnte sie diese Krisis dadurch überwinden, daß sie an ihrer Apostolizität festhielt. Dies geschah dadurch, daß sie festhielt

  1. am Kanon der apostolischen Schrift, welche

  2. vom in apostolischer Nachfolge stehenden Amt 

  3. gemäß der apostolischen Glaubensregel ausgelegt wird.

Apostolische Schrift, apostolische Tradition und apostolisches Amt in ihrem gegenseitigen Aufeinander-Bezogen-Sein sind auch heute das Heilmittel in der gegenwärtigen Krise der Kirche.

Wichtig ist dabei das gegenseitige Aufeinander-Bezogen-Sein. Um im Bilde zu sprechen (und damit notgedrungen begrenzt):

Es soll früher Häfen gegeben haben, die zwei Leuchttürme hatten. Wenn ein Schiff die Fahrrinne nicht verfehlen sollte, sondern die Richtung halten, mußte der Steuermann sein Boot so lenken, daß die beiden Lichter hintereinander standen, daß sie immer als ein einziges Licht zu sehen waren. Wer sich nur allein an eins der beiden Lichter hielt, verfehlte die Fahrrinne und erlitt Schiffbruch.
Wenn nun Schrift, Amt und Glaubensregel als solche Leuchtfeuer angesehen werden, dann ist klar, daß jedes ''allein'' gefährlich ist. Egal, ob man sagt ''allein'' die Schrift oder ''allein'' die Tradition" oder "allein" das Amt. Die drei Lichter müssen auf einer Linie liegen, wenn man in den Hafen kommen will.

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Frage:
Was aber ist aber dann mit dem evangelischen Prinzip "allein die Schrift" (sola scriptura)?

Antwort:
Was mit dem Prinzip "allein die Schrift" ursprünglich gemeint war, erfährt man aus der lutherischen Bekenntnisschrift namens "Konkordienformel". Dort heißt es:

Wir glauben, lehren und bekennen, daß die einzige Regel und Richtschnur (unica regula et norma), nach der in gleicher Weise alle Lehren und Lehrer [in der Kirche] gerichtet und beurteilt werden sollen, alleine die prophetischen und apostolischen Schriften des Alten und Neuen Testaments sind wie geschrieben steht: "Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege" Ps 119. Und der hl. Paulus: "Wenn ein Engel vom Himmel käme und predigte anders, der sei verflucht", Gal 1.
Andere Schriften aber alter und neuerer Lehrer [der Kirche], welchen Namen auch immer sie haben, sollen der Hl. Schrift nicht gleichgestellt, sondern ihr allesamt unterworfen werden, und sie sollen als etwas anderes nicht angenommen werden, als als Zeugen dafür, in welcher Weise und an welchen Orten nach der Zeit der Apostel jene Lehre der Propheten und Apostel bewahrt wurde.

Konkordienformel: Vom summarischen Begriff

"Allein die Schrift" heißt nicht, daß es in der Kirche keine anderen Lehrer und Schriften als die Bibel geben dürfe!
Es bedeutet lediglich, daß die Hl. Schrift oberste Norm ist,
nach der alle anderen kirchlichen Lehren und Lehrer, die es durchaus geben darf, gerichtet und beurteilt werden sollen.
Die Hl. Schrift als die apostolische Ur-Tradition ist der "Kanon" (griech.: kanon = Richtschnur, Regel, Meßstab, Norm) der christlichen Überlieferung, von der die Hl. Schrift in Jud 3 spricht: "der Glauben, der ein für allemal den Heiligen überliefert ist".

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