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Der Glanz der Einen Kirche

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Gleichwie der Mond abnimmt und zunimmt, aber dennoch am Himmel bleibt, so ist nicht immer einerlei Glanz um die Kirche gegossen. Aber sie geht dennoch unverrückt ihren stillen, verheißungsvollen Gang.
Gleichwie die Wolken Sonne und Mond verdecken, so hat auch die Kirche ihre trüben Tage. Aber gleichwie die Wolken nimmermehr den Glanz sonnenheller Tage und mondheller Nächte völlig wegnehmen können, so ist auch die Kirche niemals verdunkelt, daß sie von sehenden Augen nicht gefunden werden könnte.

Die Kirche des Neuen Testaments, nicht mehr eine Landeskirche, sondern eine Kirche aller Völker, einer Kirche, die ihre Kinder in allen Landen hat und aus allen Landen sammelt, die Eine Herde des Einen Hirten, aus mancherlei Stall zusammengeführt (Joh 10,16), die allgemeine, die wahrhaft katholische Kirche, die alle Zeiten durchströmt und aus allen Völkern Zufluß hat - sie ist der große Gedanke, der noch in der Erfüllung ist, das Werk Gottes in der letzten Stunde der Welt, der Lieblingsgedanke aller Heiligen im Leben und im Sterben, für den sie lebten und leben, starben und sterben - der Gedanke, welcher die Mission durchdringen muß, oder sie weiß nicht, was sie ist und was sie soll. Denn die Mission ist nichts als die Eine Kirche Gottes in ihrer Bewegung, die Verwirklichung einer allgemeinen, katholischen Kirche.

Wilhelm Löhe: Drei Bücher von der Kirche