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Letzter Sonntag nach Epiphanias

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5. Februar 2017

Liturgische Farbe:    weiß 

Paula Jordan: Verklärung Christi
Bild: Paula Jordan
© Verlag Johannis

Während große Teile der Christenheit ein eigenes Fest der Verklärung Jesu am 6. August feiern, hat die Reformation die Perikope von der Verklärung auf dem Berge dem 6. Sonntag nach Epiphanias zugeordnet und damit diesen Sonntag (der als der letzte nach Epiphanias in jedem Jahr begangen wird) ein besonderes Gepräge verliehen. Antiphon und Halleluja-Vers reden in ihrer Sprach von dem Lichtglanz der göttlichen Majestät, und der Psalm veranschaulicht diesen erschreckenden Glanz im Bild des Gewitters. Die Epistel erinnert an das Geschehen auf dem heiligen Berge und ermahnt dazu auf das "prophetische Wort" als das uns gegebene Licht in der Nachtzeit dieser Welt zu achten, ebenso redet das Kollektengebet von dem Kreuzesweg als dem einzigen Weg zur Teilnahme an der Herrlichkeit. Das Graduallied der Elisabeth Kreuziger, der einzigen Frau unter den Dichtern der Reformationszeit, umspannt das Ganze des Heilsgeschehens und schließt damit den Weihnachtskreis des Kirchenjahres ab.

Agende für evangelisch-lutherische Gemeinden, Erster Band, 1962 Lutherisches Verlagshaus Berlin

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Introitus
Antiphon:
Des Herren Glanz war wie Licht. Strahlen gingen von seinen Händen: darin war verborgen seine Macht.
Psalm:
Der Herr ist König, des freue sich das Erdreich
  und seine fröhlich die Inseln, soviel ihrer sind.
Wolken und Dunkel sind um ihn her.
  Gerechtigkeit und Gericht sind seines Thrones Stütze.
Seine Blitze leuchten auf dem Erdboden.
  Das Erdreich siehets und erschrickt.
Die Himmel verkündigen seine Gerechtigkeit,
  und alle Völker seine Ehre.
[Dem Gerechten muß das Licht immer wieder aufgehen
  und Freude den frommen Herzen.
Ihr Gerechten, freuet euch des Herren
  und danket ihm und preiset seine Heiligkeit.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne
  und dem Heiligen Geiste,
wie es war im Anfang, jetzt und immerdar
  und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

B wie am 1. Sonntag nach Epiphanias  mit Antiphon II

Kollekte
Herr Gott, himmlischer Vater, der du deinen Sohn vom Himmel herab verkläret hast: verleihe uns, daß wir die Offenbarung seiner Herrlichkeit gläubig aufnehmen und ihm willig nachfolgen / auf daß wir durch sein Leiden und Kreuz zur Glorie der Auferstehung gelangen.
Durch unsern Herrn Jesum Christum, Deinen Sohn / der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Epistel
2 Petr 1,16-21
Ihr Lieben, wir sind nicht ausgeklügelten Fabeln gefolgt, als wir euch kundgetan haben die Kraft und das Kommen unseres Herrn Jesus Christus; sondern wir haben seine Herrlichkeit selber gesehen.
Denn er empfing von Gott, dem Vater, Ehre und Preis durch eine Stimme, die zu ihm kam von der großen Herrlichkeit: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.
Und diese Stimme haben wir gehört vom Himmel kommen, als wir mit ihm waren auf dem heiligen Berge.
Um so fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, daß ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen.
Und das sollt ihr vor allem wissen, daß keine Weissagung in der Schrift eine Sache eigener Auslegung ist.
Denn es ist noch nie eine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht worden, sondern getrieben von dem heiligen Geist haben Menschen im Namen Gottes geredet.

Halleluja
Halleluja.
Er ist ein Glanz des ewigen Lichtes
  und ein unbefleckter Spiegel der göttlichen Kraft und Bild seiner Gütigkeit.
Halleluja.

oder

Halleluja.
Die Himmel verkündigen seine Gerechtigkeit,
  und alle Völker sehen seine Ehre.
Halleluja.

Lied
Herr Christ, der einig Gotts Sohn (EG 67)

1. Herr Christ, der einig Gotts Sohn,
Vaters in Ewigkeit,
aus seim Herzen entsprossen,
gleichwie geschrieben steht,
er ist der Morgensterne,
sein Glänzen streckt er ferne
vor andern Sternen klar;
 
4. Du Schöpfer aller Dinge,
du väterliche Kraft,
regierst von End zu Ende
kräftig aus eigner Macht.
Das Herz uns zu dir wende
und kehr ab unsre Sinne,
daß sie nicht irrn von dir.
 
2. für uns ein Mensch geboren
im letzten Teil der Zeit,
daß wir nicht wärn verloren
vor Gott in Ewigkeit,
den Tod für uns zerbrochen,
den Himmel aufgeschlossen,
das Leben wiederbracht:
 
5. Ertöt uns durch dein Güte,
erweck uns durch dein Gnad.
Den alten Menschen kränke,
daß der neu' leben mag
und hier auf dieser Erden
den Sinn und alls Begehren
und G'danken hab zu dir.
 
3. laß uns in deiner Liebe
und Kenntnis nehmen zu,
daß wir am Glauben bleiben,
dir dienen im Geist so,
daß wir hier mögen schmecken
dein Süßigkeit im Herzen
und dürsten stets nach dir.
 

Evangelium
Mt 17,1-9
Nach sechs Tagen nahm Jesus mit sich Petrus und Jakobus und Johannes, dessen Bruder, und führte sie allein auf einen hohen Berg.
Und er wurde verklärt vor ihnen, und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden weiß wie das Licht.
Und siehe, da erschienen ihnen Mose und Elia; die redeten mit ihm.
Petrus aber fing an und sprach zu Jesus: Herr, hier ist gut sein! Willst du, so will ich hier drei Hütten bauen, dir eine, Mose eine und Elia eine.
Als er noch so redete, siehe, da überschattete sie eine lichte Wolke. Und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr hören!
Als das die Jünger hörten, fielen sie auf ihr Angesicht und erschraken sehr.
Jesus aber trat zu ihnen, rührte sie an und sprach: Steht auf und fürchtet euch nicht!
Als sie aber ihre Augen aufhoben, sahen sie niemand als Jesus allein.
Und als sie vom Berge hinabgingen, gebot ihnen Jesus und sprach: Ihr sollt von dieser Erscheinung niemandem sagen, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden ist.

Präfation und Schlußkollekte
wie am Epiphaniastage

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