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Gedenktag der Reformation

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Wenn der Reformationstag nicht am 31. Oktober begangen wird, so wird er am nachfolgenden Tage <1. November> oder am vorhergehenden Sonntag <19. - 23. Sonntag nach Trinitatis bzw. 4. oder 5. Sonntag nach Michaelis> gefeiert.
Wenn der Reformationstag auf einen Sonntag fällt oder verlegt wird, so tritt sein Proprium an die Stelle des Sonntagspropriums.

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31. Oktober 2017

Liturgische Farbe:    rot  

Altar der Stadtkirche in Wittenberg: Die vier Gnadenmittel

Altarbild der Stadtkirche St. Marien in Wittenberg, der Predigtkirche Martin Luthers.
Dargestellt sind die Gnadenmittel Taufe, Abendmahl, Beichte und Predigt

Am Gedenktag der Reformation lesen wir im Evangelium die Geschichte von der Tempelreinigung als dem Urbild jeder Reinigung und Erneuerung der Kirche, in der Epistel die großartige Schau von dem Engel, der über alle Lande das "Evangelium" von der alleinigen Ehre Gottes verkündigt. (Statt dessen kann als Epistel die paulinische Stelle von der Freiheit gelesen werden, zu der uns Christus befreit hat oder der berühmte Abschnitt des Römerbriefes von der Glaubensgerechtigkeit.) Der Introitus aus dem 46. Psalm ist dem Gedenktag der Reformation und dem Gedenktag der Augsburgischen Konfession gemein.

Agende für evangelisch-lutherische Gemeinden, Erster Band, 1962 Lutherisches Verlagshaus Berlin

siehe auch: Reformation und Buße

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Introitus
Antiphon:
Ich rede von deinen Zeugnissen vor Königen und werde nicht zuschanden.
Psalm:
Gott ist unsre Zuversicht uns Stärke,
eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben.
Darum fürchten wir uns nicht, wenn gleich die Welt unterginge
und die Berge mitten ins Meer sänken,
[wenn gleich das Meer wütete und wallete
  und von seinem Ungestüm die Berge einfielen.]
Dennoch soll die Stadt Gottes fein bleiben mit ihren Brünnlein,
da die heiligen Wohnungen des Höchsten sind.
Gott ist bei ihr drinnen, darum wird sie fest bleiben.
Gott hilft ihr früh am Morgen.
[Seid stille und erkennet, daß ich Gott bin. Ich will Ehre einlegen unter den Heiden,
ich will Ehre einlegen auf Erden.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne
und dem Heiligen Geiste,
wie es war im Anfang, jetzt und immerdar
und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Kollekte
Lieber Herre Gott: stärke und behalte uns in deinem werten Wort und hilf uns, daß wirs recht erkennen und dankbar in rechtem Glauben mit guten Werken bezeugen, dir zu Lob und Preis.
Durch unsern Herrn Jesum Christum, Deinen Sohn / der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit.

oder die Kollekte vom 2. Sonntag nach Trinitatis oder vom 25. Juni <Gedenktag der Augsburgischen Konfession> oder vom Bittgottesdienst um die Einheit der Kirche

Epistel
Offb 14,6-7
Und ich sah einen andern Engel fliegen mitten durch den Himmel, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkündigen denen, die auf Erden wohnen, allen Nationen und Stämmen und Sprachen und Völkern.
Und er sprach mit großer Stimme: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre; denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen! Und betet an den, der gemacht hat Himmel und Erde und Meer und die Wasserquellen!

Röm 3,20b-28
Liebe Brüder, kein Mensch kann durch die Werke des Gesetzes vor Gott gerecht sein kann. Denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde.
Nun aber ist ohne Zutun des Gesetzes die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, offenbart, bezeugt durch das Gesetz und die Propheten.
Ich rede aber von der Gerechtigkeit vor Gott, die da kommt durch den Glauben an Jesus Christus zu allen, die glauben. Denn es ist hier kein Unterschied:
sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten,
und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist.
Den hat Gott für den Glauben hingestellt als Sühne in seinem Blut zum Erweis seiner Gerechtigkeit, indem er die Sünden vergibt, die früher
begangen wurden in der Zeit seiner Geduld, um nun in dieser Zeit seine Gerechtigkeit zu erweisen, daß er selbst gerecht ist und gerecht macht den, der da ist aus dem Glauben an Jesus.
Wo bleibt nun das Rühmen? Es ist ausgeschlossen. Durch welches Gesetz? Durch das Gesetz der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens.
So halten wir nun dafür, daß der Mensch gerecht wird ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben.

Gal 5,1-6
Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und laßt euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen!
Siehe, ich, Paulus, sage euch: Wenn ihr euch beschneiden laßt, so wird euch Christus nichts nützen.
Ich bezeuge abermals einem jeden, der sich beschneiden läßt, daß er das ganze Gesetz zu tun schuldig ist.
Ihr habt Christus verloren, die ihr durch das Gesetz gerecht werden wollt, und seid aus der Gnade gefallen.
Denn wir warten im Geist durch den Glauben auf die Gerechtigkeit, auf die man hoffen muß.
Denn in Christus Jesus gilt weder Beschneidung noch Unbeschnittensein etwas, sondern der Glaube, der durch die Liebe tätig ist.

Halleluja
Halleluja.
Gott der Herr ist Sonne uns Schild, der Herr gibt Gnade und Ehre.
  Er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen.
Halleluja.

Lied
Es ist das Heil uns kommen her (EG 342)

1. Es ist das Heil uns kommen her
von Gnad und lauter Güte;
die Werk, die helfen nimmermehr,
sie können nicht behüten.
Der Glaub sieht Jesus Christus an,
der hat für uns genug getan,
er ist der Mittler worden.
 
6. Es ist gerecht vor Gott allein,
der diesen Glauben fasset;
der Glaub gibt einen hellen Schein,
wenn er die Werk nicht lasset;
mit Gott der Glaub ist wohl daran,
dem Nächsten wird die Lieb Guts tun,
bist du aus Gott geboren.
 
2. Was Gott im G'setz geboten hat,
da man es nicht konnt halten,
erhob sich Zorn und große Not
vor Gott so mannigfalten;
vom Fleisch wollt nicht heraus der Geist,
vom G'setz erfordert allermeist;
es war mit uns verloren.
 
7. Die Werk, die kommen g'wißlich her
aus einem rechten Glauben;
denn das nicht rechter Glaube wär,
wolltst ihn der Werk berauben.
Doch macht allein der Glaub gerecht;
die Werk, die sind des Nächsten Knecht,
dran wir den Glauben merken.
 
3. Doch mußt das G'setz erfüllet sein,
sonst wärn wir all verdorben.
Drum schickt Gott seinen Sohn herein,
der selber Mensch ist worden;
das ganz Gesetz hat er erfüllt,
damit seins Vaters Zorn gestillt,
der über uns ging alle.
 
8. Sei Lob und Ehr mit hohem Preis
um dieser Guttat willen
Gott Vater, Sohn und Heilgem Geist.
Der woll mit Gnad erfüllen,
was er in uns ang'fangen hat
zu Ehren seiner Majestät,
daß heilig werd sein Name;
 
4. Und wenn es nun erfüllet ist
durch den, der es konnt halten,
so lerne jetzt ein frommer Christ
des Glaubens recht Gestalte.
Nicht mehr denn: "Lieber Herre mein,
dein Tod wird mir das Leben sein,
du hast für mich bezahlet."
 
9. sein Reich zukomm; sein Will auf Erd
g'scheh wie im Himmelsthrone;
das täglich Brot noch heut uns werd;
woll unsrer Schuld verschonen,
wie wir auch unsern Schuldnern tun;
laß uns nicht in Versuchung stehn;
lös uns vom Übel. Amen.
 
5. Daran ich keinen Zweifel trag,
dein Wort kann nicht betrügen.
Nun sagst du, daß kein Mensch verzag
- das wirst du nimmer lügen -:
"Wer glaubt an mich und wird getauft,
demselben ist der Himmel erkauft,
daß er nicht werd verloren."
 

Evangelium
Joh 2,13-22
Und das Passafest der Juden war nahe, und Jesus zog hinauf nach Jerusalem.
Und er fand im Tempel die Händler, die Rinder, Schafe und Tauben verkauften, und die Wechsler, die da saßen.
Und er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle zum Tempel hinaus samt den Schafen und Rindern und schüttete den Wechslern das Geld aus und stieß die Tische um
und sprach zu denen, die die Tauben verkauften: Tragt das weg und macht nicht meines Vaters Haus zum Kaufhaus!
Seine Jünger aber dachten daran, daß geschrieben steht: "Der Eifer um dein Haus wird mich fressen."
Da fingen die Juden an und sprachen zu ihm: Was zeigst du uns für ein Zeichen, daß du dies tun darfst?
Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Brecht diesen Tempel ab, und in drei Tagen will ich ihn aufrichten.
Da sprachen die Juden: Dieser Tempel ist in sechsundvierzig Jahren erbaut worden, und du willst ihn in drei Tagen aufrichten?
Er aber redete von dem Tempel seines Leibes.
Als er nun auferstanden war von den Toten, dachten seine Jünger daran, daß er dies gesagt hatte, und glaubten der Schrift und dem Wort, das Jesus gesagt hatte.

Präfation
wie am 29. Juni <Aposteltage>

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