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Mittwoch nach Ostern

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19. April 2017

Liturgische Farbe:    weiß  

Das Lamm Gottes als Sieger

Als Introitus dient der Lobgesang des 96 Psalms, durch die Antiphon als Danklied derer gekennzeichnet, denen von Anbeginn der Welt "das Reich" (Gottes) bereitet ist. Der Halleluja-Vers redet an allen Tagen der Osterwoche von dem "Tag, den der Herr macht", doch ist an jedem Tag neu begründet, weshalb wir "darinnen fröhlich sein sollen". Ebenso begleitet uns Luthers Osterlied durch die ganze Woche. Das Evangelium erzählt am Mittwoch von der Erscheinung des Auferstandenen am See Genezareth. Die Epistel läßt an der Geschichte von der Heilung des Lahmen erkennen, wie alle Werke der Hilfe und Rettung Krafterweise des auferstandenen Herrn sind.

Agende für evangelisch-lutherische Gemeinden, Erster Band, 1962 Lutherisches Verlagshaus Berlin

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Introitus
Antiphon:
[Halleluja.] Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters. Halleluja. Ererbet das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt. Halleluja, Halleluja.
Psalm:
Singet dem Herrn ein neues Lied,
  singet dem Herren alle Welt.
Singet dem Herrn und lobet seinen Namen,
  verkündiget von Tag zu Tage sein Heil.
[Erzählet unter den Heiden seine Ehre,
  unter allen Völkern seine Wunder.
Ihr Völker, bringet dar dem Herren,
  bringet dar dem Herren Ehre und Macht.]
Betet an den Herrn in heiligem Schmuck;
  es fürchte ihn alle Welt.
Saget unter den Heiden, daß der Herr König sei
  und habe die Erde fest gegründet, daß sie bleiben soll.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne
  und dem Heiligen Geiste,
wie es war im Anfang, jetzt und immerdar
  und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
   
B wie am Osterfeste

Kollekte
wie am Dienstag nach Ostern

Epistel
Apg 3,12-20
Als Petrus den Lahmen geheilt hatte, sprach er zu dem Volk: Ihr Männer von Israel, was wundert ihr euch darüber, oder was seht ihr auf uns, als hätten wir durch eigene Kraft oder Frömmigkeit bewirkt, daß dieser gehen kann?
Der Gott Abrahams und Isaaks und Jakobs, der Gott unsrer Väter, hat seinen Knecht Jesus verherrlicht, den ihr überantwortet und verleugnet habt vor Pilatus, als der ihn loslassen wollte.
Ihr aber habt den Heiligen und Gerechten verleugnet und darum gebeten, daß man euch den Mörder schenke;
aber den Fürsten des Lebens habt ihr getötet. Den hat Gott auferweckt von den Toten; dessen sind wir Zeugen.
Und durch den Glauben an seinen Namen hat sein Name diesen, den ihr seht und kennt, stark gemacht; und der Glaube, der durch ihn gewirkt ist, hat diesem die Gesundheit gegeben vor euer aller Augen.
Nun, liebe Brüder, ich weiß, daß ihr's aus Unwissenheit getan habt wie auch eure Oberen.
Gott aber hat erfüllt, was er durch den Mund aller seiner Propheten zuvor verkündigt hat: daß sein Christus leiden sollte.
So tut nun Buße und bekehrt euch, daß eure Sünden getilgt werden,
damit die Zeit der Erquickung komme von dem Angesicht des Herrn und er den sende, der euch zuvor zum Christus bestimmt ist: Jesus.

Halleluja
Halleluja.
Dies ist der Tag, den der Herr macht.
  Lasset uns freuen und fröhlich darinnen sein.
Halleluja.
Der Herr ist wahrhaftig auferstanden
  und dem Simon erschienen.
Halleluja.

Lied
Christ lag in Todesbanden (EG 101)

1. Christ lag in Todesbanden,
für unsre Sünd gegeben,
der ist wieder erstanden
und hat uns bracht das Leben.
Des wir sollen fröhlich sein,
Gott loben und dankbar sein
und singen Halleluja.
Halleluja.
 
5. Hier ist das recht Osterlamm,
davon wir sollen leben,
das ist an des Kreuzes Stamm
in heißer Lieb gegeben.
Des Blut zeichnet unsre Tür,
das hält der Glaub dem Tod für,
der Würger kann uns nicht rühren.
Halleluja.
 
2. Den Tod niemand zwingen konnt
bei allen Menschenkindern;
das macht alles unsre Sünd,
kein Unschuld war zu finden.
Davon kam der Tod so bald
und nahm über uns Gewalt,
hielt uns in seim Reich gefangen.
Halleluja.
 
6. So feiern wir das hoh Fest
mit Herzensfreud und Wonne,
das uns der Herr scheinen läßt.
Er ist selber die Sonne,
der durch seiner Gnaden Glanz
erleucht' unsre Herzen ganz;
der Sünden Nacht ist vergangen.
Halleluja.
 
3. Jesus Christus, Gottes Sohn,
an unser Statt ist kommen
und hat die Sünd abgetan,
damit dem Tod genommen
all sein Recht und sein Gewalt;
da bleibt nichts denn Tods Gestalt,
den Stachel hat er verloren.
Halleluja.
 
7. Wir essen und leben wohl,
zum süßen Brot geladen;
der alte Sau'rteig nicht soll
sein bei dem Wort der Gnaden.
Christus will die Kost uns sein
und speisen die Seel allein;
der Glaub will keins andern leben.
Halleluja.
 
4. Es war ein wunderlich Krieg,
da Tod und Leben 'rungen;
das Leben behielt den Sieg,
es hat den Tod verschlungen.
Die Schrift hat verkündet das,
wie ein Tod den andern fraß,
ein Spott aus dem Tod ist worden.
Halleluja.
 

Evangelium
Joh 21,1-14
Jesus
offenbarte sich abermals den Jüngern am See Tiberias. Er offenbarte sich aber so:
Es waren beieinander Simon Petrus und Thomas, der Zwilling genannt wird, und Nathanael aus Kana in Galiläa und die Söhne des Zebedäus und zwei andere seiner Jünger.
Spricht Simon Petrus zu ihnen: Ich will fischen gehen. Sie sprechen zu ihm: So wollen wir mit dir gehen. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot, und in dieser Nacht fingen sie nichts.
Als es aber schon Morgen war, stand Jesus am Ufer, aber die Jünger wußten nicht, daß es Jesus war.
Spricht Jesus zu ihnen: Kinder, habt ihr nichts zu essen? Sie antworteten ihm: Nein.
Er aber sprach zu ihnen: Werft das Netz aus zur Rechten des Bootes, so werdet ihr finden. Da warfen sie es aus und konnten's nicht mehr ziehen wegen der Menge der Fische.
Da spricht der Jünger, den Jesus liebhatte, zu Petrus: Es ist der Herr! Als Simon Petrus hörte, daß es der Herr war, gürtete er sich das Obergewand um, denn er war nackt, und warf sich ins Wasser.
Die andern Jünger aber kamen mit dem Boot, denn sie waren nicht fern vom Land, nur etwa zweihundert Ellen, und zogen das Netz mit den Fischen.
Als sie nun ans Land stiegen, sahen sie ein Kohlenfeuer und Fische darauf und Brot.
Spricht Jesus zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr jetzt gefangen habt!
Simon Petrus stieg hinein und zog das Netz an Land, voll großer Fische, hundertdreiundfünfzig. Und obwohl es so viele waren, zerriß doch das Netz nicht.
Spricht Jesus zu ihnen: Kommt und haltet das Mahl! Niemand aber unter den Jüngern wagte, ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wußten, daß es der Herr war.
Da kommt Jesus und nimmt das Brot und gibt's ihnen, desgleichen auch die Fische.
Das ist nun ein drittes Mal, daß Jesus den Jüngern offenbart wurde, nachdem er von den Toten auferstanden war.

Präfation und Schlußkollekte
wie am Osterfeste

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