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3. Sonntag in den Fasten: Okuli

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19. Februar 2017

Liturgische Farbe:    violett  

Rechtfertigung
Bild: Gregorio Dominguez

Der Sonntagsname ist wieder der Anfang der Psalm-Antiphon: "Meine Augen sehen stets zu dem Herren." Daß er uns nicht zuschanden werden läßt, bekennen wir am Ende des Eingangspsalms. Das Evangelium von dem Christussieg über die Dämonen macht besonders deutlich, wie die Texte dieser Sonntage auf Ostern hinblicken und den Vorbereitungsweg derer begleiten, die in der Osternacht die heilige Taufe empfangen und damit aus der Herrschaft der Finsternis frei werden sollen. Von dem Urgegensatz von Licht uns Finsternis uns unserer Zugehörigkeit zu Christus redet die Epistel. Kollekte und Lied vereinigen sich in dem Gebet, daß Gott allen Anläufen des Feindes wehren und seiner Macht verhindern wolle.

Agende für evangelisch-lutherische Gemeinden, Erster Band, 1962 Lutherisches Verlagshaus Berlin

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Introitus:
Antiphon:
Meine Augen sehen stets zu dem Herren; denn er wird meinen Fuß aus dem Netze ziehen.
Psalm:
[Wer ist der, der den Herrn fürchtet?
  Er wird ihm weisen den besten Weg.
Er wird im Guten wohnen,
  und seine Kinder werden das Land besitzen.]
Das Geheimnis des Herrn ist unter denen, die ihn fürchten,
  seinen Bund läßt er sie wissen.
Die Angst meines Herzens ist groß.
  Führe mich aus meinen Nöten.
Siehe an meinen Jammer und mein Elend
  und vergib mir allem meine Sünden.
Bewahre meine Seele und errette mich.
  Laß mich nicht zuschanden werden, denn ich traue auf dich.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne
  und dem Heiligen Geiste,
wie es war im Anfang, jetzt und immerdar
  und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

B wie am Sonntag Reminiszere

Kein Gloria in excelsis

Kollekte
Wir bitten dich, allmächtiger, ewiger Gott: sieh an das herzliche Verlangen deiner Gläubigen / und strecke aus über uns deine allmächtige Hand, zu wehren allen Anläufen des Feindes.
Durch unsern Herrn Jesum Christum, Deinen Sohn / der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Epistel
Eph 5,1-9
Liebe Brüder, folgt nun Gottes Beispiel als die geliebten Kinder
und lebt in der Liebe, wie auch Christus uns geliebt hat und hat sich selbst für uns gegeben als Gabe und Opfer, Gott zu einem lieblichen Geruch.
Von Unzucht aber und jeder Art Unreinheit oder Habsucht soll bei euch nicht einmal die Rede sein, wie es sich für die Heiligen gehört.
Auch schandbare und närrische oder lose Reden stehen euch nicht an, sondern vielmehr Danksagung.
Denn das sollt ihr wissen, daß kein Unzüchtiger oder Unreiner oder Habsüchtiger - das sind Götzendiener - ein Erbteil hat im Reich Christi und Gottes.
Laßt euch von niemandem verführen mit leeren Worten; denn um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Kinder des Ungehorsams.
Darum seid nicht ihre Mitgenossen.
Denn ihr wart früher Finsternis; nun aber seid ihr Licht in dem Herrn. Lebt als Kinder des Lichts;
die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.

Lied
Christe, du Beistand deiner Kreuzgemeine (EKG 312)

1. Christe, du Beistand deiner Kreuzgemeine,
Eile, mit Hilf' und Rettung uns erscheine;
Steuere den Feinden, ihre Blutgerichte
Mache zunichte!
 
3. Frieden bei Kirch' und Schulen uns beschere,
Frieden zugleich der Obrigkeit gewähre,
Frieden dem Herzen, Frieden dem Gewissen
Gib zu genießen!
 
2. Streite doch selber für uns arme Kinder,
Wehre dem Teufel, seine Macht verhinder';
Alles, was kämpfet wider deine Glieder,
Stürze danieder!
4. Also wird zeitlich deine Güt' erhoben,
Also wird ewig und ohn' Ende loben
Dich, o du Wächter deiner armen Herde,
Himmel und Erde.

Evangelium
Lk 11,14-28
Jesus trieb einen bösen Geist aus, der war stumm. Und es geschah, als der Geist ausfuhr, da redete der Stumme. Und die Menge verwunderte sich.
Einige aber unter ihnen sprachen: Er treibt die bösen Geister aus durch Beelzebul, ihren Obersten.
Andere aber versuchten ihn und forderten von ihm ein Zeichen vom Himmel.
Er aber erkannte ihre Gedanken und sprach zu ihnen: Jedes Reich, das mit sich selbst uneins ist, wird verwüstet, und ein Haus fällt über das andre.
Ist aber der Satan auch mit sich selbst uneins, wie kann sein Reich bestehen? Denn ihr sagt, ich treibe die bösen Geister aus durch Beelzebul.
Wenn aber ich die bösen Geister durch Beelzebul austreibe, durch wen treiben eure Söhne sie aus? Darum werden sie eure Richter sein.
Wenn ich aber durch Gottes Finger die bösen Geister austreibe, so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen.
Wenn ein Starker gewappnet seinen Palast bewacht, so bleibt, was er hat, in Frieden.
Wenn aber ein Stärkerer über ihn kommt und überwindet ihn, so nimmt er ihm seine Rüstung, auf die er sich verließ, und verteilt die Beute.
Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich; und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut.
Wenn der unreine Geist von einem Menschen ausgefahren ist, so durchstreift er dürre Stätten, sucht Ruhe und findet sie nicht; dann spricht er: Ich will wieder zurückkehren in mein Haus, aus dem ich fortgegangen bin.
Und wenn er kommt, so findet er's gekehrt und geschmückt.
Dann geht er hin und nimmt sieben andre Geister mit sich, die böser sind als er selbst; und wenn sie hineinkommen, wohnen sie darin, und es wird mit diesem Menschen hernach ärger als zuvor.
Und es begab sich, als er so redete, da erhob eine Frau im Volk ihre Stimme und sprach zu ihm: Selig ist der Leib, der dich getragen hat, und die Brüste, an denen du gesogen hast.
Er aber sprach: Ja, selig sind, die das Wort Gottes hören und bewahren.

Präfation und Schlußkollekte
wie am Sonntag Invokavit

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