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Letzter Sonntag im Kirchenjahr

  Ewigkeitssonntag   
  Sonntag vom Jüngsten Tage   

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20. November 2016

Liturgische Farbe:   grün 

Mt 25: Die Klugen und die törichten Jungfrauen
Bild: Paula Jordan
© Verlag Johannis

Der Letzte Sonntag des Kirchenjahres weist über Tod und Ewigkeit hinaus in das "Leben der zukünftigen Welt". Die Epistel mahnt uns mit alttestamentlichen Bildern daran, daß diese Erde und mit ihr die Elemente der jetzigen Welt vergehen werden. "Wir warten aber eines neuen Himmels und einer neuen Erde nach seiner Verheißung." Darum soll der Christ mit heiligem Wandel dem Tage Gottes entgegeneilen. Das Evangelium beschreibt die wache Bereitschaft, zu der wir aufgerufen sind, in dem Bild der klugen und der törichten Jungfrauen, der brennenden und erlöschenden Lampen. Zwischen ihnen das große Lied, das anhebt mit dem mitternächtlichen Weckruf und ausklingt im überschwenglichen Gloria am himmlischen Thron. Der Psalm läßt uns empfinden, wie eng das Ende des Kirchenjahres in dem Doppelsinn des Advent (d. h. Ankunft) mit dem Anfang verbunden ist: "Aus Zion bricht an der schöne Glanz Gottes." Die beiden Antiphonen reden ebenso von dem Ende, dessen wir warten, wie von dem neuen Beginn, der uns verheißen ist. Beide Kollekten sind eine Umschreibung des altchristlichen   M a r a n a t h a :   "Ja komm, Herr Jesu!" (1. Kor. 16,22 und Offb. 22,20)

Agende für evangelisch-lutherische Gemeinden, Erster Band, 1962 Lutherisches Verlagshaus Berlin

Die Sequenz "Diës iræ"

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Introitus
Antiphon I:
Ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, daß ich euch gebe das Ende, des ihr wartet.
Antiphon II:

Wir warten eines neuen Himmels und einer neuen Erde nach seiner Verheißung, in welchen Gerechtigkeit wohnet.
Psalm:
Gott der Herr, der Mächtige, redet und rufet der Welt
vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang.
Aus Zion bricht an der schöne Glanz Gottes.
Unser Gott kommt und schweiget nicht.
Fressendes Feuer gehet vor ihm her
  und ihm ihn her ein groß Wetter.
Er rufet Himmel und Erde,
daß er sein Volk richte.
[Versammelt mir meine Frommen,
  die den Bund mit mir gemacht haben beim Opfer.
Und die Himmel werden seine Gerechtigkeit verkünden;
  denn Gott ist Richter.]
Ehre sei dem Vater und dem Sohne
und dem Heiligen Geiste,
wie es war im Anfang, jetzt und immerdar
  und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

B wie am 24. Sonntag nach Trinitatis

Kollekte
Herr Christe, erwecke deine Gewalt und komm: und was du deiner Kirche verheißen hast bis an der Welt Ende, das laß auch in Gnaden geschehen.
Der du mit dem Vater und dem Heiligen Geiste lebest und regierest von Ewigkeit zu Ewigkeit.

oder:

Herr Gott, himmlischer Vater: sende deinen lieben Sohn / daß er seine Braut, die Kirche, heimhole und wir mit allen Erlösten eingehen mögen in deine Herrlichkeit.
Durch unsern Herrn Jesum Christum, Deinen Sohn / der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Epistel
2 Petr 3,3-14
Ihr sollt vor allem wissen, daß in den letzten Tagen Spötter kommen werden, die ihren Spott treiben, ihren eigenen Begierden nachgehen
und sagen: Wo bleibt die Verheißung seines Kommens? Denn nachdem die Väter entschlafen sind, bleibt es alles, wie es von Anfang der Schöpfung gewesen ist.
Denn sie wollen nichts davon wissen, daß der Himmel vorzeiten auch war, dazu die Erde, die aus Wasser und durch Wasser Bestand hatte durch Gottes Wort;
dennoch wurde damals die Welt dadurch in der Sintflut vernichtet.
So werden auch der Himmel, der jetzt ist, und die Erde durch dasselbe Wort aufgespart für das Feuer, bewahrt für den Tag des Gerichts und der Verdammnis der gottlosen Menschen.
Eins aber sei euch nicht verborgen, ihr Lieben, daß ein Tag vor dem Herrn wie tausend Jahre ist und tausend Jahre wie ein Tag.
Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten; sondern er hat Geduld mit euch und will nicht, daß jemand verloren werde, sondern daß jedermann zur Buße finde.
Es wird aber des Herrn Tag kommen wie ein Dieb; dann werden die Himmel zergehen mit großem Krachen; die Elemente aber werden vor Hitze schmelzen, und die Erde und die Werke, die darauf sind, werden ihr Urteil finden.
Wenn nun das alles so zergehen wird, wie müßt ihr dann dastehen in heiligem Wandel und frommem Wesen,
die ihr das Kommen des Tages Gottes erwartet und erstrebt, an dem die Himmel vom Feuer zergehen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen werden.
Wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt.
Darum, meine Lieben, während ihr darauf wartet, seid bemüht, daß ihr vor ihm unbefleckt und untadelig im Frieden befunden werdet.

Halleluja
Halleluja.
Wir wollen täglich rühmen von Gott
  und deinem Namen danken ewiglich.
Halleluja.

Lied
Wachet auf, ruft uns die Stimme (EG 149)

1. "Wachet auf", ruft uns die Stimme
der Wächter sehr hoch auf der Zinne,
"wach auf, du Stadt Jerusalem!
Mitternacht heißt diese Stunde";
sie rufen uns mit hellem Munde:
"Wo seid ihr klugen Jungfrauen?
Wohlauf, der Bräut'gam kommt,
steht auf, die Lampen nehmt!
Halleluja!
Macht euch bereit zu der Hochzeit,
ihr müsset ihm entgegengehn!"
 
2. Zion hört die Wächter singen,
das Herz tut ihr vor Freude springen,
sie wachet und steht eilend auf.
Ihr Freund kommt vom Himmel prächtig,
von Gnaden stark, von Wahrheit mächtig,
ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf.
Nun komm, du werte Kron,
Herr Jesu, Gottes Sohn!
Hosianna!
Wir folgen all zum Freudensaal
und halten mit das Abendmahl.
 
3. Gloria sei dir gesungen
mit Menschen- und mit Engelzungen,
mit Harfen und mit Zimbeln schön.
Von zwölf Perlen sind die Tore[a]
an deiner Stadt; wir stehn im Chore
der Engel hoch um deinen Thron.
Kein Aug hat je gespürt,
kein Ohr hat mehr gehört
solche Freude.
Des jauchzen wir und singen dir
das Halleluja für und für.

Evangelium
Mt 25,1-13
Jesus redete durch ein Gleichnis zu seinen Jüngern und sprach: Das Himmelreich wird gleichen zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und gingen hinaus, dem Bräutigam entgegen.
Aber fünf von ihnen waren töricht, und fünf waren klug.
Die törichten nahmen ihre Lampen, aber sie nahmen kein Öl mit.
Die klugen aber nahmen Öl mit in ihren Gefäßen, samt ihren Lampen.
Als nun der Bräutigam lange ausblieb, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein.
Um Mitternacht aber erhob sich lautes Rufen: Siehe, der Bräutigam kommt! Geht hinaus, ihm entgegen!
Da standen diese Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen fertig.
Die törichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, denn unsre Lampen verlöschen.
Da antworteten die klugen und sprachen: Nein, sonst würde es für uns und euch nicht genug sein; geht aber zum Kaufmann und kauft für euch selbst.
Und als sie hingingen zu kaufen, kam der Bräutigam; und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Tür wurde verschlossen.
Später kamen auch die andern Jungfrauen und sprachen: Herr, Herr, tu uns auf!
Er antwortete aber und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Ich kenne euch nicht.
Darum wachet! Denn ihr wißt weder Tag noch Stunde, in der der Menschensohn kommen wird.

Präfation und Schlußkollekte
wie am Drittletzten Sonntag des Kirchenjahres

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