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4. Sonntag nach Ostern: Kantate

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14. Mai 2017

Liturgische Farbe:    weiß  

Das Lamm Gottes als Sieger

Daß an diesem Sonntag der gleiche Lobpsalm ("Singet dem Herrn ein neues Lied") erklingt wie am Christtag und wie am Donnerstag der Osterwoche, weist auf die innere Einheit des Kirchenjahres hin, ebenso wie das Lied das Ganze des Heilsgeschehens umfaßt. Die Halleluja-Verse lassen den Ton der österlichen Freudenzeit weiterklingen. Von den beiden Kollekten erfleht die zweite den Beistand des Heiligen Geistes zum rechten Gotteslob, während die erste von den wahren Freuden redet, die aus dem Einklang unseres Herzens mit Gottes Gebot und Verheißung entspringen. Das Evangelium setzt die Lesung aus den johanneischen Abschiedsreden fort, die Epistel (an diesem wie an dem folgenden Sonntag dem Jakobus-Brief entnommen) enthält Mahnungen für das Verhalten der Christen, die sich als die "Erstlinge der Kreaturen Gottes" bewähren sollen.

Agende für evangelisch-lutherische Gemeinden, Erster Band, 1962 Lutherisches Verlagshaus Berlin

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Introitus
Antiphon:
[Halleluja.] Christus ist auferstanden von den Toten, Halleluja, und ein Erstling geworden unter denen, die da schlafen. Halleluja, Halleluja.
Psalm:
Singet dem Herrn ein neues Lied,
  denn er tut Wunder.
Er sieget mit seiner Rechten
  und mit seinem heiligen Arme.
Der Herr läßt sein Heil verkündigen,
  vor den Völkern macht er seine Gerechtigkeit offenbar.
Er gedenket an seine Gnade und Wahrheit dem Hause Israel;
  aller Welt Enden sehen das Heil unsers Gottes.
[Jauchzet dem Herrn alle Welt;
  singet, rühmet und lobet.
Lobet den Herrn mit Harfen,
  mit Harfe und Psalmen.
Mit Drommeten und Posaunen
  jauchzet vor dem Herrn, dem Könige.
Das Meer brause und was drinnen ist,
  der Erdboden und die drauf wohnen.]
Die Wasserströme müssen frohlocken,
  und alle Berge seine fröhlich vor dem Herren.
Denn er kommt, das Erdreich zu richten.
  Er wird den Erdboden richten mit Gerechtigkeit und die Völker mit Recht.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne
  und dem Heiligen Geiste,
wie es war im Anfang, jetzt und immerdar
  und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

B wie am Osterfeste

Kollektengebet
Lieber Herre Gott, der du die Herzen deiner Gläubigen mit einerlei Sinn erfüllest: verleihe deinem Volke, zu lieben, was du gebietest, und zu begehren was du verheißest /  auf daß unsere Herzen in aller Unruhe dieser vergänglichen Welt dort geborgen seien, wo die wahren Freuden sind.
Durch unsern Herrn Jesum Christum, Deinen Sohn / der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit.

oder:

Herr Gott, himmlischer Vater, den die Chöre der Engel allezeit anbeten: wir bitten dich, sende den Heiligen Geist, daß er uns lehre, mit ihnen dein Lob zu verkündigen, und uns dahin führe, wo wir samt allen himmlischen Scharen dich schauen mögen von Angesicht zu Angesicht.
Durch unsern Herrn Jesum Christum, Deinen Sohn / der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Epistel
Jak 1,17-21
Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei dem keine Veränderung ist noch Wechsel des Lichts und der Finsternis.
Er hat uns geboren nach seinem Willen durch das Wort der Wahrheit, damit wir Erstlinge seiner Geschöpfe seien.
Ihr sollt wissen, meine lieben Brüder: ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn.
Denn des Menschen Zorn tut nicht, was vor Gott recht ist.
Darum legt ab alle Unsauberkeit und alle Bosheit und nehmt das Wort an mit Sanftmut, das in euch gepflanzt ist und Kraft hat, eure Seelen selig zu machen.

oder:

1 Kor 15,12-20
Wenn aber Christus gepredigt wird, daß er von den Toten auferstanden ist, wie sagen dann einige unter euch: Es gibt keine Auferstehung der Toten?
Gibt es keine Auferstehung der Toten, so ist auch Christus nicht auferstanden.
Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich.
Wir würden dann auch als falsche Zeugen Gottes befunden, weil wir gegen Gott bezeugt hätten, er habe Christus auferweckt, den er nicht auferweckt hätte, wenn doch die Toten nicht auferstehen.
Denn wenn die Toten nicht auferstehen, so ist Christus auch nicht auferstanden.
Ist Christus aber nicht auferstanden, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden;
so sind auch die, die in Christus entschlafen sind, verloren.
Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christus, so sind wir die elendesten unter allen Menschen.
Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind.

Halleluja-Vers
Halleluja.
Die Rechte des Herrn ist erhöhet,
  die Rechte des Herrn behält den Sieg.
Halleluja.
Christus, von den Toten auferwecket, stirbet hinfort nicht.
  Der Tod wird hinfort nicht über ihn herrschen.
Halleluja.

Lied der Woche
Nun freut euch, lieben Christen g'mein (EG 341,1-5)

1. Nun freut euch, lieben Christen g'mein,
und laßt uns fröhlich springen,
daß wir getrost und all in ein
mit Lust und Liebe singen,
was Gott an uns gewendet hat
und seine süße Wundertat;
gar teu'r hat er's erworben.
 
6. Der Sohn dem Vater g'horsam ward,
er kam zu mir auf Erden
von einer Jungfrau rein und zart;
er sollt mein Bruder werden.
Gar heimlich führt er sein Gewalt,
er ging in meiner armen G'stalt,
den Teufel wollt er fangen.
 
2. Dem Teufel ich gefangen lag,
im Tod war ich verloren,
mein Sünd mich quälte Nacht und Tag,
darin ich war geboren.
Ich fiel auch immer tiefer drein,
es war kein Guts am Leben mein,
die Sünd hatt' mich besessen.
 
7. Er sprach zu mir: "Halt dich an mich,
es soll dir jetzt gelingen;
ich geb mich selber ganz für dich,
da will ich für dich ringen;
denn ich bin dein und du bist mein,
und wo ich bleib, da sollst du sein,
uns soll der Feind nicht scheiden.
 
3. Mein guten Werk, die galten nicht,
es war mit ihn' verdorben;
der frei Will haßte Gotts Gericht,
er war zum Gutn erstorben;
die Angst mich zu verzweifeln trieb,
daß nichts denn Sterben bei mir blieb,
zur Höllen mußt ich sinken.
 
8. Vergießen wird er mir mein Blut,
dazu mein Leben rauben;
das leid ich alles dir zugut,
das halt mit festem Glauben.
Den Tod verschlingt das Leben mein,
mein Unschuld trägt die Sünde dein,
da bist du selig worden.
 
4. Da jammert Gott in Ewigkeit
mein Elend übermaßen;
er dacht an sein Barmherzigkeit,
er wollt mir helfen lassen;
er wandt zu mir das Vaterherz,
es war bei ihm fürwahr kein Scherz,
er ließ's sein Bestes kosten.
 
9. Gen Himmel zu dem Vater mein
fahr ich von diesem Leben;
da will ich sein der Meister dein,
den Geist will ich dir geben,
der dich in Trübnis trösten soll
und lehren mich erkennen wohl
und in der Wahrheit leiten.
 
5. Er sprach zu seinem lieben Sohn:
"Die Zeit ist hier zu erbarmen;
fahr hin, meins Herzens werte Kron,
und sei das Heil dem Armen
und hilf ihm aus der Sünden Not,
erwürg für ihn den bittern Tod
und laß ihn mit dir leben."
10. Was ich getan hab und gelehrt,
das sollst du tun und lehren,
damit das Reich Gotts werd gemehrt
zu Lob und seinen Ehren;
und hüt dich vor der Menschen Satz,
davon verdirbt der edle Schatz:
das laß ich dir zur Letze."

Evangelium
Joh 16,5-15
Jesus sprach zu seinen Jüngern: Jetzt aber gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat; und niemand von euch fragt mich: Wo gehst du hin?
Doch weil ich das zu euch geredet habe, ist euer Herz voll Trauer.
Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, daß ich weggehe. Denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Tröster nicht zu euch. Wenn ich aber gehe, will ich ihn zu euch senden.
Und wenn er kommt, wird er der Welt die Augen auftun über die Sünde und über die Gerechtigkeit und über das Gericht;
über die Sünde: daß sie nicht an mich glauben;
über die Gerechtigkeit: daß ich zum Vater gehe und ihr mich hinfort nicht seht;
über das Gericht: daß der Fürst dieser Welt gerichtet ist.
Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen.
Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.
Er wird mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er's nehmen und euch verkündigen.
Alles, was der Vater hat, das ist mein. Darum habe ich gesagt: Er wird's von dem Meinen nehmen und euch verkündigen.

Präfation und Schlußkollekte
wie am Osterfeste

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