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Tag der Himmelfahrt des HErrn

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10. Mai 2018

Liturgische Farbe:    weiß  

Christus - erhöht über alle Reiche, Gewalt, Macht, Herrschaft und alles, was sonst einen Namen hat, nicht allein in dieser Welt, sondern auch in der zukünftigen
Bild: Gregorio Dominguez

Beide Schriftlesungen reden von der Himmelfahrt des Herrn. Das letzte Wort der Epistel, das den Blick der Jünger von der Vergangenheit auf die Zukunft lenkt, bildet zugleich die erste Antiphon des Introitus, während die andere Antiphon, der Psalm und die Halleluja-Verse die Himmelfahrt selbst als die Thronbesteigung Christi und den Antritt seiner Herrschaft über Himmel und Erde verherrlichen. Auftrag und Verheißung, die der Herr seinen Jüngern hinterlassen hat (wovon in der Epistel und mehr noch im Evangelium die Rede ist), klingen auf in den beiden Kollekten und in dem beziehungsreichen Himmelfahrtslied; beides richtet den Blick auf den "freudenreichen Tag", an dem das neue Leben vollendet sein wird.

Agende für evangelisch-lutherische Gemeinden, Erster Band, 1962 Lutherisches Verlagshaus Berlin

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Introitus
Antiphon I:
[Halleluja.] Ihr Männer von Galiläa, was stehet ihr und sehet gen Himmel? Halleluja. Dieser Jesus wird kommen, wie ihr ihn gesehen
habt gen Himmel fahren. Halleluja, Halleluja.
Antiphon II:
[Halleluja.] Der Herr ward aufgehoben gen Himmel, Halleluja, und sitzet zur rechten Hand Gottes. Halleluja. Halleluja.
Psalm:
Frohlocket mit Händen, alle Völker,
und jauchzet Gott mit fröhlichem Schalle.
Denn der Herr, der Allerhöchste, ist erschrecklich,
ein großer König über den ganzen Erdboden.
Gott fährt auf mit Jauchzen
  und der Herr mit heller Posaune.
Lobsinget, lobsinget Gott,
lobsinget, lobsinget unserm Könige.
[Denn Gott ist König auf dem ganzen Erdboden,
lobsinget ihm weislich!
Gott ist König über die Heiden,
Gott sitzt auf seinem heiligen Throne.]
Ehre sei dem Vater und dem Sohne
und dem Heiligen Geiste,
wie es war im Anfang, jetzt und immerdar
und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Kollektengebet
Allmächtiger Herre Gott: verleihe uns, die wir glauben, daß dein einiger Sohn, unser Heiland, sei heute gen Himmel gefahren / daß auch wir mit ihm geistlich im himmlischen Wesen wandeln und wohnen.
Durch unsern Herrn Jesum Christum, Deinen Sohn / der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit.

oder:

Wir bitten dich, allmächtiger Gott: laß unsern Sinn allezeit dahin stehen, wohin der Herr dieses Festes mit Ruhm und Preis ist eingegangen / auf daß wir dort, wohin wir hier im Glauben trachten, unsere ewige Wohnung finden.
Durch unsern Herrn Jesum Christum, Deinen Sohn / der mit Dir in der Einheit des Heiligen Geistes lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Epistel
Apg 1,1-11
Den ersten Bericht habe ich gegeben, lieber Theophilus, von all dem, was Jesus von Anfang an tat und lehrte
bis zu dem Tag, an dem er aufgenommen wurde, nachdem er den Aposteln, die er erwählt hatte, durch den heiligen Geist Weisung gegeben hatte.
Ihnen zeigte er sich nach seinem Leiden durch viele Beweise als der Lebendige und ließ sich sehen unter ihnen vierzig Tage lang und redete mit ihnen vom Reich Gottes.
Und als er mit ihnen zusammen war, befahl er ihnen, Jerusalem nicht zu verlassen, sondern zu warten auf die Verheißung des Vaters, die ihr, so sprach er, von mir gehört habt;
denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit dem heiligen Geist getauft werden nicht lange nach diesen Tagen.
Die nun zusammengekommen waren, fragten ihn und sprachen: Herr, wirst du in dieser Zeit wieder aufrichten das Reich für Israel?
Er sprach aber zu ihnen: Es gebührt euch nicht, Zeit oder Stunde zu wissen, die der Vater in seiner Macht bestimmt hat;
aber ihr werdet die Kraft des heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.
Und als er das gesagt hatte, wurde er zusehends aufgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg.
Und als sie ihm nachsahen, wie er gen Himmel fuhr, siehe, da standen bei ihnen zwei Männer in weißen Gewändern.
Die sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und seht zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.

Halleluja-Vers
Halleluja.
Gott fährt auf mit Jauchzen
  und der Herr mit heller Posaune.
Halleluja.
Christus ist zur Rechten Gottes in den Himmel gefahren,
  und sind ihm untertan die Engel und die Gewaltigen und die Kräfte.
Halleluja.

Lied der Woche
Auf diesen Tag bedenken wir (EKG 91)

1. Auf diesen Tag bedenken wir,
daß Christus aufgefahren,
und danken Gott von Herzen hier
und flehn, er woll bewahren
uns arme Sünder hier auf Erd,
die wir, von mancher Not beschwert,
Trost nur in Hoffnung haben.
Halleluja, Halleluja.
 
4. Solch Himmelfahrt fängt in uns an,
bis wir den Vater finden
und fliehen stets der Sünder Bahn,
tun uns zu Gottes Kindern;
die sehn hinauf und Gott herab,
an Treu und Lieb geht ihn' nichts ab,
bis sie zusammenkommen.
Halleluja, Halleluja.
 
2. Gott Lob, der Weg ist nun gemacht,
uns steht der Himmel offen;
Christus schließt auf mit großer Pracht,
was vorhin war verschlossen.
Wer's glaubt, des Herz ist freudenvoll;
dabei er sich doch rüsten soll,
dem Herren nachzufolgen.
Halleluja, Halleluja.
 
5. Dann wird der Tag erst freudenreich,
wann Gott uns zu sich nehmen
und seinem Sohn wird machen gleich,
wie wir es jetzt bekennen.
Da wird sich finden Freud und Mut
zu ewger Zeit beim höchsten Gut.
Gott woll, daß wir's erleben!
Halleluja, Halleluja.
 
3. Wer hier nicht seinen Willen tut,
dem ist's nicht ernst zum Herren,
und er wird auch vor Fleisch und Blut
sein Himmelreich versperren.
Am Glauben liegt's; ist der nur echt,
so wird gewiß das Leben recht
zum Himmel sein gerichtet.
Halleluja, Halleluja.
 

Evangelium
Mk 16,14-20
Zuletzt, als die Elf zu Tisch saßen, offenbarte Jesus sich ihnen und schalt ihren Unglauben und ihres Herzens Härte, daß sie nicht geglaubt hatten denen, die ihn gesehen hatten als Auferstandenen.
Und er sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur.
Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.
Die Zeichen aber, die folgen werden denen, die da glauben, sind diese: in meinem Namen werden sie böse Geister austreiben,  in neuen Zungen reden,
Schlangen mit den Händen hochheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird's ihnen nicht schaden; auf Kranke werden sie die Hände legen, so wird's besser mit ihnen werden.
Nachdem der Herr Jesus mit ihnen geredet hatte, wurde er aufgehoben gen Himmel und setzte sich zur Rechten Gottes.
Sie aber zogen aus und predigten an allen Orten. Und der Herr wirkte mit ihnen und bekräftigte das Wort durch die mitfolgenden Zeichen.

[Nach dem Evangelium wird die Osterkerze gelöscht.]

Präfation
Wahrhaft würdig und recht, billig und heilsam ists / daß wir dir, heiliger Herr, allmächtiger Vater, ewiger Gott / allezeit und allenthalben Dank sagen / durch Christum, unsern Herren. Denn er ist nach seiner Auferstehung den Jüngern leibhaft erschienen / und vor ihren Augen aufgehoben in den Himmel / daß er uns Teil gäbe an seinem göttlichen Wesen.
Darum mit allen Engeln und Erzengeln / mit den Thronen und Herrschaften / und mit dem ganzen himmlischen Heere / singen wir deiner Herrlichkeit einen Lobgesang / und bekennen ohne Ende:

Schlußkollekte
  Alle Zungen sollen bekennen, daß Jesus Christus der Herr sei, Halleluja,
zur Ehre Gottes, des Vaters. Halleluja.
Wir danken dir, allmächtiger Herre Gott, daß du uns durch diese heilsame Gabe hast erquicket: und bitten deine Barmherzigkeit / gieß aus in unsre Herzen den Geist deiner Liebe, und die du gesättigt hast mit deinem Osterlamm, mache einträchtig in deinem Frieden.
Durch unsern Herrn Jesum Christum, Deinen Sohn / der mit Dir in der Einheit des Heiligen Geistes lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit.

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