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Der Erntedanktag

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Wo gliedkirchlich oder ortskirchlich keine anderweitige Reglung getroffen ist, wird der Erntedanktag am Sonntag nach dem Michaelistage (29. September) begangen <30. September - 6. Oktober>.
Sein Proprium tritt dann an die Stelle des Sonntagspropriums
.

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1. Oktober 2017

Liturgische Farbe:    grün  

Erntedank

Der Introitus ist dem 104. Psalm entnommen, der wie kaum ein anderer das Lob Gottes aus den Werken seiner Schöpfung singt. Die Kollekte bittet in Übereinstimmung mit Luthers Erklärung der 4. Bitte, daß wir "mit Danksagung empfangen unser täglich Brot". Das Evangelium vom reichen Bauern nennt   d e n   einen Narren, der mit irdischem Besitz allein glaubt reich zu sein, und die Epistel wendet das Bild von Saat und Ernte auf die Aussaat der Liebe an. Auch das Lied redet zugleich von der irdischen Speise, die Gott gibt und von der "grünen Weide" des göttlichen Wortes.

Agende für evangelisch-lutherische Gemeinden, Erster Band, 1962 Lutherisches Verlagshaus Berlin

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Introitus
Antiphon:
Herr wie sind seine Werke so groß und viel. Du hast sie alle weislich geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter.
Psalm I:
Lobe den Herrn, meine Seele! Herr, mein Gott, du bist sehr herrlich,
du bist schön und prächtig geschmücket.
[Licht ist dein Kleid, das du anhast;
du breitest aus den Himmel wie einen Teppich.
Du lässest Brunnen quellen in den Gründen,
  daß die Wasser zwischen den Bergen hinfließen
Du feuchtest die Berge von oben her,
du machest das Land voll Früchte, die du schaffest.]
Du lässest Gras wachsen für das Vieh und Saat zu Nutz den Menschen,
daß du Brot aus der Erde bringest.
Es wartet alles auf dich,
daß du ihnen Speise gebest zu seiner Zeit
Wenn du ihnen gibst, so sammeln sie,
wenn du deine Hand auftust, so werden sie mit Gut gesättigt.
[Die Ehre des Herrn ist ewig;
der Herr hat Wohlgefallen an seinen Werken.]
Ehre sei dem Vater und dem Sohne
und dem Heiligen Geiste,
wie es war im Anfang, jetzt und immerdar
und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Psalm II:
Gott, man lobt dich in der Stille zu Zion,
und dir bezahlt man Gelübde.
Du erhörst Gebet,
darum kommt alles Fleisch zu dir.
Du suchest das Land heim und wässerst es und machest es sehr reich;
  Gottes Brünnlein hat Wassers die Fülle.
Du läsest ihr Getreide wohl geraten,
denn also bauest du das Land.
Du tränkest seine Furchen und feuchtest sein Gepflügtes,
mit Regen machst du es weich und segnest sein Gewächs.
Du krönest das Jahr mit deinem Gut,
und deine Fußstapfen triefen von Segen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne
und dem Heiligen Geiste,
wie es war im Anfang, jetzt und immerdar
und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

B wie oben Psalm II
bei einer Mißernte: wie am 5. Sonntag nach Trinitatis

Kollekte
Herr Gott, himmlischer Vater, der du uns die Ernte wiederum gnädig hast einbringen lassen: wir bitten dich, laß deinen Segen ferner bei uns bleiben / auf daß wir zu allen Zeiten mit Danksagung empfangen, as uns nütz und not ist.
Durch unsern Herrn Jesum Christum, Deinen Sohn / der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit.

oder die erste Kollekte an Danktagen

Epistel
2 Kor 9,6-11
Liebe Brüder / wer da kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer da sät im Segen, der wird auch ernten im Segen.
Ein jeder, wie er's sich im Herzen vorgenommen hat, nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.
Gott aber kann machen, daß alle Gnade unter euch reichlich sei, damit ihr in allen Dingen allezeit volle Genüge habt und noch reich seid zu jedem guten Werk;
wie geschrieben steht: "Er hat ausgestreut und den Armen gegeben; seine Gerechtigkeit bleibt in Ewigkeit."
Der aber Samen gibt dem Sämann und Brot zur Speise, der wird auch euch Samen geben und ihn mehren und wachsen lassen die Früchte eurer Gerechtigkeit.
So werdet ihr reich sein in allen Dingen, zu geben in aller Einfalt, die durch uns wirkt Danksagung an Gott.

Halleluja
Halleluja.
Lobet den Herrn, denn unsern Gott loben, das ist ein köstliche Ding;
  solch Lob ist lieblich und schön.
Halleluja.

Lied
Nun preiset alle Gottes Barmherzigkeit (EG 502)

1. Nun preiset alle Gottes Barmherzigkeit!
Lob ihn mit Schalle, werteste Christenheit!
Er läßt dich freundlich zu sich laden;
freue dich, Israel, seiner Gnaden,
freue dich, Israel, seiner Gnaden!
 
4. Er gibet Speise reichlich und überall,
nach Vaters Weise sättigt er allzumal;
er schaffet frühn und späten Regen,
füllet uns alle mit seinem Segen,
füllet uns alle mit seinem Segen.
 
2. Der Herr regieret über die ganze Welt;
was sich nur rühret, alles zu Fuß ihm fällt;
viel tausend Engel um ihn schweben,
Psalter und Harfe ihm Ehre geben,
Psalter und Harfe ihm Ehre geben.
 
5. Drum preis und ehre seine Barmherzigkeit;
sein Lob vermehre, werteste Christenheit!
Uns soll hinfort kein Unfall schaden;
freue dich, Israel, seiner Gnaden,
freue dich, Israel, seiner Gnaden!
 
3. Wohlauf, ihr Heiden, lasset das Trauern sein,
zur grünen Weiden stellet euch willig ein;
da läßt er uns sein Wort verkünden,
machet uns ledig von allen Sünden,
machet uns ledig von allen Sünden.
 

Evangelium
Lk 12,15-21
Und Jesus sprach zu dem Volk: Seht zu und hütet euch vor aller Habgier; denn niemand lebt davon, daß er viele Güter hat.
Und er sagte ihnen ein Gleichnis und sprach: Es war ein reicher Mensch, dessen Feld hatte gut getragen.
Und er dachte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun? Ich habe nichts, wohin ich meine Früchte sammle.
Und sprach: Das will ich tun: ich will meine Scheunen abbrechen und größere bauen, und will darin sammeln all mein Korn und meine Vorräte
und will sagen zu meiner Seele: Liebe Seele, du hast einen großen Vorrat für viele Jahre; habe nun Ruhe, iß, trink und habe guten Mut!
Aber Gott sprach zu ihm: Du Narr! Diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern; und wem wird dann gehören, was du angehäuft hast?
So geht es dem, der sich Schätze sammelt und ist nicht reich bei Gott.

Schlußkollekte
wie an Danktagen
 

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