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8. Sonntag nach Trinitatis

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6. August 2017

Liturgische Farbe:    grün  

Der Gute Hirte
Bild: Gregorio Dominguez

An den "Früchten", nicht an den "Werken", sind die wahren und die falschen Propheten, die echten und die unechten Jünger Jesu zu unterscheiden: dieses besagt das Evangelium. Die Epistel ergänzt diese Bilder durch den Gegensatz zwischen dem "knechtischen Geist" und der wahren Kindschaft; die ist das Merkmal des Geistes, der der Anbruch der göttlichen Herrlichkeit ist. Der Psalm rühmt den Gottesberg und die Wohnung Gottes als den Trost des ganzen Landes; Antiphon und Halleluja-Vers rufen auf zur demütigen Anbetung. Was der Psalm in zuversichtlicher Voraussage preist, erfleht die Kollekte, daß Gott abwende, was uns schädlich ist, und uns gewähre, was zu unserem Besten dient. Das Lied, in Text und Weise in gleichem Maß freudig bewegt, gehört zu denjenigen Gesängen, in denen das Ganze unseres Heiles entfaltet wird.

Agende für evangelisch-lutherische Gemeinden, Erster Band, 1962 Lutherisches Verlagshaus Berlin

"Fleisch" und "Lügenpropheten"

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Introitus
Antiphon:
Gott, wir gedenken deiner Güte in deinem Tempel. Gott, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm bis an der Welt Enden.
Psalm:
Groß ist der Herr und hoch berühmt
in der Stadt unsers Gottes auf seinem heiligen Berge.
Schön wie ein Baum raget empor der Berg Zion,
des sich das ganze Land tröstet.
Wir wir gehört haben, so sehen wirs an der Stadt des Herrn Zebaoth.
  an der Stadt unsers Gottes: Gott erhält sie ewiglich.
[Gott, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm bis an der Welt Enden;
deine Rechte ist voll Gerechtigkeit.
Ziehet um Zion und umwandelt sie, zählet ihre Türme;
achtet mit Fleiß auf ihre Mauern.]
Davon verkündiget den nachkommen,
daß dieser Gott sei unser Gott immer und ewiglich.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne
und dem Heiligen Geiste,
wie es war im Anfang, jetzt und immerdar
  und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

B wie am 2. oder 5. Sonntag nach Trinitatis

Kollekte
Herr unser Gott, dessen Weisheit in allem, was sie ordnet, niemals irret: wir bitten dich demütig, du wollest von uns abwenden, was uns schadet, und uns gewähren, as uns zum Besten dienet.
Durch unsern Herrn Jesum Christum, Deinen Sohn / der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Epistel
Röm 8,12-17
Wir sind nun, liebe Brüder, nicht dem Fleisch schuldig, daß wir nach dem Fleisch leben.
Denn wenn ihr nach dem Fleisch lebt, so werdet ihr sterben müssen; wenn ihr aber durch den Geist die Taten des Fleisches tötet, so werdet ihr leben.
Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder.
Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, daß ihr euch abermals fürchten müßtet; sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen, durch den wir rufen: Abba, lieber Vater!
Der Geist selbst gibt Zeugnis unserm Geist, daß wir Gottes Kinder sind.
Sind wir aber Kinder, so sind wir auch Erben, nämlich Gottes Erben und Miterben Christi, wenn wir denn mit ihm leiden, damit wir auch mit zur Herrlichkeit erhoben werden.

Halleluja
Halleluja.
Kommt, laßt uns anbeten und knieen
  und niederfallen vor dem Herrn, der uns gemacht hat.
Halleluja.

Lied
O gläubig Herz, gebenedei (EG 318)

1. O gläubig Herz, gebenedei
und gib Lob deinem Herren!
Gedenk, daß er dein Vater sei,
den du allzeit sollst ehren,
dieweil du keine Stund ohn ihn
mit aller Sorg in deinem Sinn
dein Leben kannst ernähren.
 
6. Nach unsrer Ungerechtigkeit
hat er uns nicht vergolten,
sondern erzeigt Barmherzigkeit,
da wir verderben sollten.
Mit seiner Gnad und Gütigkeit
ist uns und allen er bereit,
die ihm von Herzen hulden.
 
2. Er ist's, der dich von Herzen liebt
und sein Gut mit dir teilet,
dir deine Missetat vergibt
und deine Wunden heilet,
dich waffnet zum geistlichen Krieg,
daß dir der Feind nicht obenlieg
und deinen Schatz zerteile.
 
7. Was er nun angefangen hat,
das will er auch vollenden;
nur geben wir uns seiner Gnad,
opfern uns seinen Händen
und tun daneben unsern Fleiß,
hoffend, er werd zu seinem Preis
all unsern Wandel wenden.
 
3. Er ist barmherzig und sehr gut
den Armen und Elenden,
die sich von allem Übermut
zu seiner Wahrheit wenden;
er nimmt sie als ein Vater auf
und gibt, daß sie den rechten Lauf
zur Seligkeit vollenden.
 
8. O Vater, steh uns gnädig bei,
weil wir sind im Elende,
daß unser Tun aufrichtig sei
und nehm ein löblich Ende;
o leucht uns mit deim hellen Wort,
daß uns an diesem dunklen Ort
kein falscher Schein verblende.
 
4. Wie sich ein treuer Vater neigt
und Guts tut seinen Kindern,
also hat sich auch Gott erzeigt
allzeit uns armen Sündern;
er hat uns lieb und ist uns hold,
vergibt uns gnädig alle Schuld,
macht uns zu Überwindern.
 
9. O Gott, nimm an zu Lob und Dank,
was wir einfältig singen,
und gib dein Wort mit freiem Klang,
laß's durch die Herzen dringen.
O hilf, daß wir mit deiner Kraft
durch recht geistliche Ritterschaft
des Lebens Kron erringen.
 
5. Er gibt uns seinen guten Geist,
erneuet unsre Herzen,
daß wir vollbringen, was er heißt,
ob's auch das Fleisch mag schmerzen.
Er hilft uns hier mit Gnad und Heil,
verheißt uns auch ein herrlich Teil
von den ewigen Schätzen.
 

Evangelium
Mt 7,15-21
Jesus lehrte seine Jünger und sprach: Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe.
An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man denn Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln?
So bringt jeder gute Baum gute Früchte; aber ein fauler Baum bringt schlechte Früchte.
Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen.
Jeder Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.
Darum: an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.
Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.

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