Startseite
Liturgischer Kalender
Unsere Gottesdienste
Unsere Gemeinschaft
Unser Glaube
Kirchliche Erneuerung
Zum Nach-Denken
Theologische Beiträge
Auf-Gelesenes
Un-Zeitgemäßes
Literatur
Links
Suche
Impressum
Haftungsausschluß

6. Sonntag nach Trinitatis

Zurück Übergeordnete Seite Weiter

horizontal rule

8. Juli 2018

Liturgische Farbe:    grün  

Die Heilige Taufe
Bild: Gregorio Dominguez

Im Evangelium, einem Abschnitt aus der Bergpredigt, wird an dem Beispiel von Zorn und Versöhnung gezeigt, inwiefern der Kinder Gottes "besser" ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer. Die Epistel aber sucht den Grund alles neuen Lebens in dem, was in der heiligen Taufe an uns geschehen ist. Das Lied der Woche belehrt uns über "die Wahrheit und das Leben", durch die der "große Schaden Adams" geheilt wird. Die Kollekte weiß darum, daß wir als Glieder der Christenheit mehr empfangen, als wir bitten und verstehen. Introitus und Halleluja-Vers reden davon, wie das Herz, das der Erhörung gewiß ist, fröhlich sein darf, weil ihm geholfen ist.

Agende für evangelisch-lutherische Gemeinden, Erster Band, 1962 Lutherisches Verlagshaus Berlin

horizontal rule

Introitus
Antiphon:
Der Herr ist seines Volkes Stärke, er ist die Stärke, die seinem Gesalbten hilft.
Psalm:
Wenn ich rufe zu dir, Herr mein Hort, so schweige mir nicht,
auf daß nicht, wo du schweigest, ich gleich werde denen, die in die Grube fahren.
Höre die Stimme meines Flehens, wenn ich zu dir schreie,
wenn ich meine Hände aufhebe zu deinem heiligen Chore.
Gelobet sei der Herr,
  denn er hat erhöret die Stimme meines Flehens.
Der Herr ist meine Stärke und mein Schild.
auf ihn hoffet mein Herz und mir ist geholfen.
[Mein Herz ist fröhlich,
und ich will ihm danken mit meinem Liede.
Hilf deinem Volk und segne dein Erbe
und weide und erhöhe sie ewiglich.]
Ehre sei dem Vater und dem Sohne
und dem Heiligen Geiste,
wie es war im Anfang, jetzt und immerdar
  und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

B wie oben oder am 2. oder 5. Sonntag nach Trinitatis

Kollekte
Herr Gott, der du denen, die dich lieben, unsichtbare Güter bereitet hast: entzünde unsre Herzen durch das Feuer deiner Liebe / auf daß wir dich in allem und über alles lieben und also deine Verheißungen erlangen, die überschwenglich sind über alles, was wir bitten oder verstehen.
Durch unsern Herrn Jesum Christum, Deinen Sohn / der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Epistel
Röm 6,3-11
Liebe Brüder:
Wißt ihr nicht, daß alle, die wir auf Christus Jesus getauft sind, die sind in seinen Tod getauft?
So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, auch wir in einem neuen Leben wandeln.
Denn wenn wir mit ihm verbunden und ihm gleichgeworden sind in seinem Tod, so werden wir ihm auch in der Auferstehung gleich sein.
Wir wissen ja, daß unser alter Mensch mit ihm gekreuzigt ist, damit der Leib der Sünde vernichtet werde, so daß wir hinfort der Sünde nicht dienen.
Denn wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde.
Sind wir aber mit Christus gestorben, so glauben wir, daß wir auch mit ihm leben werden,
und wissen, daß Christus, von den Toten erweckt, hinfort nicht stirbt; der Tod kann hinfort über ihn nicht herrschen.
Denn was er gestorben ist, das ist er der Sünde gestorben ein für allemal; was er aber lebt, das lebt er Gott.
So auch ihr, haltet dafür, daß ihr der Sünde gestorben seid und lebt Gott in Christus Jesus.

Halleluja
Halleluja.
Vor dir ist Freude die Fülle
  und lieblich Wesen zu deiner Rechten ewiglich.
Halleluja.

Lied
Durch Adams Fall ist ganz verderbt (EKG 243)

1. Durch Adams Fall ist ganz verderbt
menschlich Natur und Wesen;
dasselb Gift ist auf uns geerbt,
daß wir nicht konnten g'nesen
ohn Gottes Trost, der uns erlöst hat
von dem großen Schaden,
darein die Schlang Eva bezwang,
Gotts Zorn auf sich zu laden.
 
5. Wer hofft in Gott und dem vertraut,
der wird nimmer zuschanden;
denn wer auf diesen Felsen baut,
ob ihm gleich geht zuhanden
viel Unfall hie, hab ich doch nie
den Menschen sehen fallen,
der sich verläßt auf Gottes Trost;
er hilft sein Gläubgen allen.
 
2. Wie uns nun hat ein fremde Schuld
in Adam all verhöhnet,
also hat uns ein fremde Huld
in Christus all versöhnet;
und wie wir all durch Adams Fall
sind ewgen Tods gestorben,
also hat Gott durch Christi Tod
verneut, was war verdorben.
 
6. Ich bitt, o Herr, aus Herzensgrund,
du wollst nicht von mir nehmen
dein heilges Wort aus meinem Mund,
so wird mich nicht beschämen
mein Sünd und Schuld; denn in dein Huld
setz ich all mein Vertrauen;
wer sich nun fest darauf verläßt,
der wird den Tod nicht schauen.
 
3. So er uns denn sein' Sohn geschenkt,
da wir sein Feind noch waren,
der für uns ist ans Kreuz gehenkt,
getöt', gen Himmel gfahren,
dadurch wir sein von Tod und Pein
erlöst, so wir vertrauen
auf diesen Hort, des Vaters Wort:
wem wollt vorm Sterben grauen?
 
7. Mein' Füßen ist dein heiligs Wort
ein brennende Laterne,
ein Licht, das mir den Weg weist fort;
so dieser Morgensterne
in uns aufgeht, so bald versteht
der Mensch die hohen Gaben,
die Gottes Geist denen verheißt,
die Hoffnung darein haben.
 
4. Christ ist der Weg, das Licht,
die Pfort, die Wahrheit und das Leben,
des Vaters Rat und ewigs Wort,
den er uns hat gegeben
zu einem Schutz, daß wir mit Trutz
an ihm fest sollen glauben;
darum uns bald kein Mensch noch Gwalt
aus seiner Hand wird rauben.
 

Evangelium
Mt 5,20-26
Jesus lehrte seine Jünger und sprach: Ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht besser ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.
Ihr habt gehört, daß zu den Alten gesagt ist: "Du sollst nicht töten"; wer aber tötet, der soll des Gerichts schuldig sein.
Ich aber sage euch: Wer mit seinem Bruder zürnt, der ist des Gerichts schuldig; wer aber zu seinem Bruder sagt: Du Nichtsnutz!, der ist des Hohen Rats schuldig; wer aber sagt: Du Narr!, der ist des höllischen Feuers schuldig.
Darum: wenn du deine Gabe auf dem Altar opferst und dort kommt dir in den Sinn, daß dein Bruder etwas gegen dich hat,
so laß dort vor dem Altar deine Gabe und geh zuerst hin und versöhne dich mit deinem Bruder und dann komm und opfere deine Gabe.
Vertrage dich mit deinem Gegner sogleich, solange du noch mit ihm auf dem Weg bist, damit dich der Gegner nicht dem Richter überantworte und der Richter dem Gerichtsdiener und du ins Gefängnis geworfen werdest.
Wahrlich, ich sage dir: Du wirst nicht von dort herauskommen, bis du auch den letzten Pfennig bezahlt hast.

horizontal rule

nach oben