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6. Sonntag nach Michaelis

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4. November 2018

Liturgische Farbe:    grün  

Die Auferweckung der Tochter des Jairus
Bild: Paula Jordan
© Verlag Johannis

Die letzten Sonntage des Kirchenjahres vom 24. nach Trinitatis an handeln von den "Letzten Dingen", von Tod, Gericht, Auferstehung und ewiges Leben. Das heutige Evangelium (die Auferweckung des Töchterleins des Jairus) erweist den Herrn als den, der den Tod überwunden hat, und die Epistel ruft auf, mit Freuden Dank zu sagen dem Vater, der uns "tüchtig gemacht hat zu dem Erbteil der Heiligen im Licht". Während das Lied um Erbarmen und Errettung für die fleht, die "vom Tod umfangen" sind, bringt der Psalm unter dem Bild der heimkehrenden Gefangenen das Sieges- und Jubellied der "Erlösten des Herrn". Der Halleluja-Vers wiederholt: "Der Herr hat Großes an uns getan, des sind wir fröhlich." Von den beiden Kollekten hat die erste einen allgemeinen Charakter, die zweite bittet um des Christussieges willen um eine fröhliche Auferstehung zum ewigen Leben.

Agende für evangelisch-lutherische Gemeinden, Erster Band, 1962 Lutherisches Verlagshaus Berlin

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Introitus
Antiphon:
Die Erlösten des Herrn werden wiederkommen und gen Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein.
Psalm:
Wenn der Herr die Gefangenen Zions erlösen wird,
so werden wir sein wie die Träumenden.
Dann wird unser Mund voll Lachens
und unsre Zunge voll Rühmens sein.
Da wird man sagen unter den Heiden:
  "Der Herr hat Großes an ihnen getan!"
Der Herr hat Großes an uns getan,
des sind wir fröhlich.
[Herr, bringe wieder unsre Gefangenen,
  wie du die Bäche wiederbringst im Mittagslande.
Die mit Tränen säen,
  werden mit Freuden ernten.
Sie gehen hin und weinen
  und tragen edlen Samen
und kommen mit Freuden
  und bringen ihre Garben.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne
und dem Heiligen Geiste,
wie es war im Anfang, jetzt und immerdar
  und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Kollekte
Wir bitten dich, lieber Herr Gott: behüte deine Bürger und Hausgenossen beständig und mit aller Treue / auf daß wir durch deinen Schutz vor allem Unheil frei und sicher wohnen und deinen Namen gehorsam seien in guten Werken.
Durch unsern Herrn Jesum Christum, Deinen Sohn / der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit.

oder:

Herr Jesu Christe, der du bist die Auferstehung und das Leben und hast uns durch deinen Sieg die ewige Gerechtigkeit, Freude und Seligkeit erworben: wir bitten deine Güte, du wollest uns eine fröhliche Auferstehung des Lebens verleihen und uns in das ewige Paradies und Vaterland heimholen. Der du von dem Tode bist erstanden und herrschest mit dem Vater und dem Heiligen Geiste von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Epistel
Kol 1,9-14
Wir lassen nicht ab, für euch zu beten und zu bitten, daß ihr erfüllt werdet mit der Erkenntnis seines Willens in aller geistlichen Weisheit und Einsicht,
daß ihr des Herrn würdig lebt, ihm in allen Stücken gefallt und Frucht bringt in jedem guten Werk und wachst in der Erkenntnis Gottes
und gestärkt werdet mit aller Kraft durch seine herrliche Macht zu aller Geduld und Langmut.
Mit Freuden sagt Dank dem Vater, der euch tüchtig gemacht hat zu dem Erbteil der Heiligen im Licht.
Er hat uns errettet von der Macht der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich seines lieben Sohnes,
in dem wir die Erlösung haben, nämlich die Vergebung der Sünden.

Halleluja
Halleluja.
Der Herr hat Großes an uns getan,
  des sind wir fröhlich.
Halleluja.

Lied
Mitten wir im Leben sind (EG 518)

1. Mitten wir im Leben sind
mit dem Tod umfangen.
Wer ist, der uns Hilfe bringt,
daß wir Gnad erlangen?
Das bist du, Herr, alleine.
Uns reuet unsre Missetat,
die dich, Herr, erzürnet hat.
Heiliger Herre Gott,
heiliger starker Gott,
heiliger barmherziger Heiland,
du ewiger Gott:
laß uns nicht versinken
in des bittern Todes Not.
Kyrieleison.
 
2. Mitten in dem Tod anficht
uns der Hölle Rachen.
Wer will uns aus solcher Not
frei und ledig machen?
Das tust du, Herr, alleine.
Es jammert dein Barmherzigkeit
unsre Klag und großes Leid.
Heiliger Herre Gott,
heiliger starker Gott,
heiliger barmherziger Heiland,
du ewiger Gott:
laß uns nicht verzagen
vor der tiefen Hölle Glut.
Kyrieleison.
 
3. Mitten in der Hölle Angst
unsre Sünd' uns treiben.
Wo solln wir denn fliehen hin,
da wir mögen bleiben?
Zu dir, Herr Christ, alleine.
Vergossen ist dein teures Blut,
das g'nug für die Sünde tut.
Heiliger Herre Gott,
heiliger starker Gott,
heiliger barmherziger Heiland,
du ewiger Gott:
laß uns nicht entfallen
von des rechten Glaubens Trost.
Kyrieleison.
 

Evangelium
Mt 9,19-26
Als Jesus dies mit ihnen redete, siehe, da kam einer von den Vorstehern der Gemeinde, fiel vor ihm nieder und sprach: Meine Tochter ist eben gestorben, aber komm und lege deine Hand auf sie, so wird sie lebendig.
Und Jesus stand auf und folgte ihm mit seinen Jüngern.
Und siehe, eine Frau, die seit zwölf Jahren den Blutfluß hatte, trat von hinten an ihn heran und berührte den Saum seines Gewandes.
Denn sie sprach bei sich selbst: Könnte ich nur sein Gewand berühren, so würde ich gesund.
Da wandte sich Jesus um und sah sie und sprach: Sei getrost, meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Und die Frau wurde gesund zu derselben Stunde.
Und als er in das Haus des Vorstehers kam und sah die Flötenspieler und das Getümmel des Volkes,
sprach er: Geht hinaus! Denn das Mädchen ist nicht tot, sondern es schläft. Und sie verlachten ihn.
Als aber das Volk hinausgetrieben war, ging er hinein und ergriff sie bei der Hand. Da stand das Mädchen auf.
Und diese Kunde erscholl durch dieses ganze Land.

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