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15. Sonntag nach Trinitatis

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24. September 2017

Liturgische Farbe:    grün  

Bergpredigt
Bild: Paula Jordan
© Verlag Johannis

Das Evangelium, wieder ein Stück aus der Bergpredigt, warnt vor der Sorge als eine Form des Abfalls von Gott zu dem Götzendienst der Dinge, und das Lied begründet, daß man "zu aller Stund" zu Gott Vertrauen haben soll, auch "in Angst und Not". Die Epistel fährt fort zu beschreiben, wie ein "Wandel im Geist" sich bewährt im Kampf mit Leichtfertigkeit und Müdigkeit, vor allem aber in der rechten Weise, den Fehlern der Brüder zu begegnen und ihre Lasten zu tragen. Im Blick auf beides gilt die Bitte des Psalms: "Weise mir, Herr, deinen Weg, daß ich wandle in deiner Wahrheit!". Auch die Kollekte erbittet die Gnade, daß wir geleitet werden zu dem, was zu unserm Heile dient.

Agende für evangelisch-lutherische Gemeinden, Erster Band, 1962 Lutherisches Verlagshaus Berlin

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Introitus
Antiphon:
Herr, neige deine Ohren und erhöre mich. Hilf, du, mein Gott, deinem Knechte, der sich verläßt auf dich.
Psalm:
Herr, sei mit gnädig,
denn ich rufe täglich zu dir.
Erfreue die Seele deines Knechtes,
denn nach dir, Herr, verlanget mich.
[Denn du, Herr, bist gut und gnädig,
  vorn großer Güte alle, die dich anrufen.
Vernimm, Herr, mein Gebet
und merke auf die Stimme meines Flehens.]
Weise mir, Herr, deinen Weg,
  daß ich wandle in deiner Wahrheit.
Erhalte mein Herz bei dem einen,
  daß ich deinen Namen fürchte.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne
und dem Heiligen Geiste,
wie es war im Anfang, jetzt und immerdar
  und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

B wie am 14. oder 20. Sonntag nach Trinitatis

Kollekte
Wir bitten dich, Herr unser Gott: behüte deine Kirche mit ewiger Huld / und weil wir in unsrer menschlichen Schwachheit ohne dich zu Fall kommen, so wende ab durch deine Hilfe, was uns schadet, und leite uns immerdar zu dem, was zu unserm Heile dienet.
Durch unsern Herrn Jesum Christum, Deinen Sohn / der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Epistel
Gal 5,25-6,10
Wenn wir im Geist leben, so laßt uns auch im Geist wandeln.
Laßt uns nicht nach eitler Ehre trachten, einander nicht herausfordern und beneiden.
Liebe Brüder, wenn ein Mensch etwa von einer Verfehlung ereilt wird, so helft ihm wieder zurecht mit sanftmütigem Geist, ihr, die ihr geistlich seid; und sieh auf dich selbst, daß du nicht auch versucht werdest.
Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.
Denn wenn jemand meint, er sei etwas, obwohl er doch nichts ist, der betrügt sich selbst.
Ein jeder aber prüfe sein eigenes Werk; und dann wird er seinen Ruhm bei sich selbst haben und nicht gegenüber einem andern.
Denn ein jeder wird seine eigene Last tragen.
Wer aber unterrichtet wird im Wort, der gebe dem, der ihn unterrichtet, Anteil an allem Guten.
Irret euch nicht! Gott läßt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten.
Wer auf sein Fleisch sät, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten.
Laßt uns aber Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir nicht nachlassen.
Darum, solange wir noch Zeit haben, laßt uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen.

Halleluja
Halleluja.
Das ist ein köstlich Ding, dem Herrn danken
  und lobsingen deinem Namen, du Höchster.
Halleluja.

Lied
Auf meinen lieben Gott (EG 345)

1. Auf meinen lieben Gott
trau ich in Angst und Not;
der kann mich allzeit retten
aus Trübsal, Angst und Nöten,
mein Unglück kann er wenden,
steht alls in seinen Händen.
 
4. O mein Herr Jesu Christ,
der du geduldig bist
für mich am Kreuz gestorben:
hast mir das Heil erworben,
auch uns allen zugleiche
das ewig Himmelreiche.
 
2. Ob mich mein Sünd anficht,
will ich verzagen nicht;
auf Christus will ich bauen
und ihm allein vertrauen,
ihm tu ich mich ergeben
im Tod und auch im Leben.
 
5. Amen zu aller Stund
sprech ich aus Herzensgrund;
du wollest selbst uns leiten,
Herr Christ, zu allen Zeiten,
auf daß wir deinen Namen
ewiglich preisen. Amen.
 
3. Ob mich der Tod nimmt hin,
ist Sterben mein Gewinn,
und Christus ist mein Leben;
dem tu ich mich ergeben;
ich sterb heut oder morgen,
mein Seel wird er versorgen.
 

Evangelium
Mt 6,24-34
Jesus lehrte seine Jünger und sprach: Niemand kann zwei Herren dienen: entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.
Darum sage ich euch: Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung?
Seht die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr als sie?
Wer ist unter euch, der seines Lebens Länge eine Spanne zusetzen könnte, wie sehr er sich auch darum sorgt?
Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen: sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht.
Ich sage euch, daß auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen.
Wenn nun Gott das Gras auf dem Feld so kleidet, das doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird: sollte er das nicht viel mehr für euch tun, ihr Kleingläubigen?
Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden?
Nach dem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, daß ihr all dessen bedürft.
Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.
Darum sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, daß jeder Tag seine eigene Plage hat.

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