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10. Sonntag nach Trinitatis

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20. August 2017

Liturgische Farbe:    grün  

Am 10. Sonntag nach Trinitatis gedenkt die Kirche des Gerichts, das über die Gemeinde des alten Bundes, das jüdische Volk, gekommen ist mit der Zerstörung Jerusalems im Jahre 70 n. Chr., und liest in Erinnerung daran die Klage Jesu über Jerusalem und die Geschichte von der Reinigung des Tempels. Das Lied der Woche mahnt das eigene Volk, nicht durch Verachtung der Wohltagen Gottes das gleiche Gericht auf sich herab zu beschwören, und die zweite Kollekte drückt das Gleiche ("daß wir verstehen, was zu unserm Frieden dienet") in der Form des Gebets aus, die erste Kollekte richtet allgemein unser Begehren auf das, was Gott gefällt. Die Epistel redet von der Mannigfaltigkeit der Gabe des einen Geistes in der Gemeinde des neuen Bundes. Als Introitus dienen Verse aus dem 55. Psalm, dessen Kern in der Antiphon enthalten ist.

Agende für evangelisch-lutherische Gemeinden, Erster Band, 1962 Lutherisches Verlagshaus Berlin

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Introitus
Antiphon:
Ich will zu Gott rufen, und der Herr wird mir helfen. Gott wird hören, der allewege bleibt.
Psalm:
Gott, höre mein Gebet,
und verbirg dich nicht vor meinem Flehen.
Mein Herz ängstet sich in meinem Leibe,
und des Todes Schrecken ist auf mich gefallen.
Ich aber will zu Gott rufen.
  und der Herr wird mir helfen.
Wirf dein Anliegen auf den Herrn: der wird dich versorgen
und wird den Gerechten nicht ewiglich in Unruhe lassen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne
und dem Heiligen Geiste,
wie es war im Anfang, jetzt und immerdar
  und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

B wie oben oder am 5. oder 14. Sonntag nach Trinitatis

Kollekte
O Herr, laß deine Ohren in Bramherzigkeit offen sein für unsere Bitten: und damit du uns geben kannst, worum wir beten, so laß uns begehren, was dir wohlgefällt.
Durch unsern Herrn Jesum Christum, Deinen Sohn / der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit.

oder

Ewiger König und Herr aller Herren, der du uns durch das Evangelium berufen hast, daß wir dein Volk seien und Erben deiner Verheißungen: wir bitten dich, führe uns zur Erkenntnis deines heilsamen und gnädigen Willens / daß wir verstehen, was zu unserm Frieden dient.
Durch unsern Herrn Jesum Christum, Deinen Sohn / der mit Dir in der Einheit des Heiligen Geistes lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Epistel
1 Kor 12,1-11
Über die Gaben des Geistes aber will ich euch, liebe Brüder, nicht in Unwissenheit lassen.
Ihr wißt: als ihr Heiden wart, zog es euch mit Macht zu den stummen Götzen.
Darum tue ich euch kund, daß niemand Jesus verflucht, der durch den Geist Gottes redet; und niemand kann Jesus den Herrn nennen außer durch den heiligen Geist.
Es sind verschiedene Gaben; aber es ist ein Geist.
Und es sind verschiedene Ämter; aber es ist ein Herr.
Und es sind verschiedene Kräfte; aber es ist ein Gott, der da wirkt alles in allen.
In einem jeden offenbart sich der Geist zum Nutzen aller;
dem einen wird durch den Geist gegeben, von der Weisheit zu reden; dem andern wird gegeben, von der Erkenntnis zu reden, nach demselben Geist;
einem andern Glaube, in demselben Geist; einem andern die Gabe, gesund zu machen, in dem einen Geist;
einem andern die Kraft, Wunder zu tun; einem andern prophetische Rede; einem andern die Gabe, die Geister zu unterscheiden; einem andern mancherlei Zungenrede; einem andern die Gabe, sie auszulegen.
Dies alles aber wirkt derselbe eine Geist und teilt einem jeden das Seine zu, wie er will.

Halleluja
Halleluja.
Jauchzet Gott, alle Lande; lobsinget zur Ehre seines Namens;
  rühmet ihn herrlich.
Halleluja.

Lied
Wach auf, wach auf, du deutsches Land! (EKG 390 / EG 145)
(Die Strophen 2 und 7 finden sich nur im EKG.)

1. Wach auf, wach auf, du deutsches Land!
Du hast genug geschlafen.
Bedenk, was Gott an dich gewandt,
wozu er dich erschaffen.
Bedenk, was Gott dir hat gesandt
und dir vertraut sein höchstes Pfand,
drum magst du wohl aufwachen.
 
6. Die Wahrheit wird jetzt unterdrückt,
will niemand Wahrheit hören;
die Lüge wird gar fein geschmückt,
man hilft ihr oft mit Schwören;
dadurch wird Gottes Wort veracht',
die Wahrheit höhnisch auch verlacht,
die Lüge tut man ehren.
 
2. Gott hat dich, Deutschland, hoch geehrt
mit seinem Wort der Gnaden,
ein großes Licht dir auch beschert
und hat dich lassen laden
zu seinem Reich, welchs ewig ist.
dazu du denn geladen bist,
will heilen deinen Schaden.
 
7. Wach auf, Deutschland! 's ist hohe Zeit,
du wirst sonst übereilet,
die Straf dir auf dem Halse leit,ob sichs gleich jetzt verweilet.
Fürwahr, die Axt ist angesetzt
und auch zum Hieb sehr scharf gewetzt;
was gilts, ob sie dein fehlet.
 
3. Gott hat dir Christus, seinen Sohn,
die Wahrheit und das Leben,
sein liebes Evangelium
aus lauter Gnad gegeben;
denn Christus ist allein der Mann,
der für der Welt Sünd g'nug getan,
kein Werk hilft sonst daneben.
 
8. Gott warnet täglich für und für,
das zeugen seine Zeichen,
denn Gottes Straf ist vor der Tür,
o Land, (Deutschland,) laß dich erweichen,
tu rechte Buße in der Zeit,
weil Gott dir noch sein Gnad anbeut
und tut sein Hand dir reichen.
 
4. Für solche Gnad und Güte groß
sollst du dem Herren danken,
nicht laufen aus seim Gnadenschoß,
von seinem Wort nicht wanken,
dich halten, wie sein Wort dich lehrt,
dadurch wird Gottes Reich gemehrt,
geholfen auch den Kranken.
 
9. Das helfe Gott uns allen gleich,
daß wir von Sünden lassen,
und führe uns zu seinem Reich,
daß wir das Unrecht hassen.
Herr Jesu Christe, hilf uns nun
und gib uns deinen Geist dazu,
daß wir dein Warnung fassen.
5. Du solltest bringen gute Frucht,
so du recht gläubig wärest,
in Lieb und Treu, in Buß und Zucht,
wie du solchs selbst begehrest,
in Gottes Furcht dich halten fein
und suchen Gottes Ehr allein,
daß du niemand beschwerest.
 

Allgemeines Kirchengebet
In das Allgemeine Kirchengebet wird an diesem Sonntage die Fürbitte für das Volk Israel aufgenommen.

Evangelium
Lk 19,41-48
Als Jesus nahe an Jerusalem kam, sah er die Stadt und weinte über sie
und sprach: Wenn doch auch du erkenntest zu dieser Zeit, was zum Frieden dient! Aber nun ist's vor deinen Augen verborgen.
Denn es wird eine Zeit über dich kommen, da werden deine Feinde um dich einen Wall aufwerfen, dich belagern und von allen Seiten bedrängen,
und werden dich dem Erdboden gleichmachen samt deinen Kindern in dir und keinen Stein auf dem andern lassen in dir, weil du die Zeit nicht erkannt hast, in der du heimgesucht worden bist.
Und er ging in den Tempel und fing an, die Händler auszutreiben,
und sprach zu ihnen: Es steht geschrieben: "Mein Haus soll ein Bethaus sein"; ihr aber habt es zur Räuberhöhle gemacht.
Und er lehrte täglich im Tempel. Aber die Hohenpriester und Schriftgelehrten und die Angesehensten des Volkes trachteten danach, daß sie ihn umbrächten,
und fanden nicht, wie sie es machen sollten; denn das ganze Volk hing ihm an und hörte ihn.

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