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"Kadaver unser"

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Die Meldung:

Hamburger Pastor kreiert 'Kader Unser' für HSV-Klassenerhalt

Hamburg (kath.net/KNA)
Für manche protestantischen Amtsträger ist offenbar nichts heilig! Wie Radio Hamburg am 9. Mai 2014 mitteilte, verfaßte der Pastor an der evangelischen Hauptkirche Sankt Jacobi, Patrick Klein für den Klassenerhalt des Hamburger SV ein "Kader Unser", eine abgewandelte Version des "Vater Unser". Einen Tag vor dem Entscheidungsspiel des HSV gegen den FSV Mainz 05 ertönte das Bittgebet an den "Fußball-Vater im Himmel" in der Morningshow des Senders.

Darin heißt es "HSV, der du noch bist in der ersten Liga, geheiligt werde deine Erstklassigkeit." Es folgen eindringliche Bitten: "Den Sieg gegen Mainz gib uns morgen. Vergib uns diese Saison. Und erlöse uns von den Niederlagen."

Zu dem seltenen Rettungsversuch sagte der evangelische Pfarrer: "Fußball und Religion sind beides ernste Themen." Gerade in dieser Situation "tut es unserem Blutdruck ganz gut, wenn wir beides ein bisschen entspannt und gelassener betrachten. Und was die Religion angeht, bin ich mir sicher, dass Gott genug Humor hat, um das zu ertragen."
 

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Der Kommentar:

Natürlich hat Gott Humor. Er lacht allerdings über die, die ihn nicht ernst nehmen und nicht über ihre "Witze": "Der im Himmel wohnt, lachet ihrer, und der Herr spottet ihrer. Einst wird er mit ihnen reden in seinem Zorn." (Ps 2)

Und was wird aus dem Lachen der Spötter? Das sagt uns das "Evangelische Gesangbuch": "Da wird das Lachen werden teu'r, / wenn alles wird vergehn im Feu'r, / wie Petrus davon schreibet." (EG 149,1)

Man wünscht diesem selbstgefälligen Narren-Pfarrer, daß er das Ende des 2. Ps. beherzigt:

So seid nun verständig, ihr Könige, und laßt euch warnen, ihr Richter auf Erden! (man möchte hinzufügen: und ihr Pastoren auch!)
Dienet dem HERRN mit Furcht und küßt seine Füße mit Zittern,
daß er nicht zürne und ihr umkommt auf dem Wege; denn sein Zorn wird bald entbrennen. Wohl allen, die auf ihn trauen!

Er möge nicht vergessen, daß am besten lacht, wer zuletzt lacht. Noch sieht es so aus, daß ihm sein Lachen eines Tages im Halse stecken bleiben wird und blankem Entsetzen Platz macht.

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